im Schuljahr 2021/2022

Vorbemerkung:

Das vergangene Schuljahr war durch einen steten Wechsel der Unterrichtsorganisation geprägt. Insbesondere die Jahrgangsstufen 7-10 mussten viele Monate aus der Distanz unterrichtet werden. Aber auch die Klassen 5 und 6 sowie die Jahrgänge der Oberstufe waren von Distanz- und Wechselunterricht betroffen.

Die unterschiedliche Ausgestaltung des Distanz- und Wechselunterrichts mit verschiedenen analogen und digitalen Methoden und Materialien erforderte ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Selbstorganisation und Unterstützung durch die Familien. Nicht alle Unterrichtsinhalte eigneten sich gleichermaßen für die Vermittlung aus der Ferne, auch das wurde im vergangen Jahr deutlich.

Der größte Verlust bestand jedoch weniger in der mehr oder weniger geeigneten oder gelungenen Aufbereitung der Inhalte als vielmehr im völligen Fehlen realer sozialer Interaktion sowohl zwischen Lehrkraft und Lernenden als auch zwischen den Lernenden untereinander. Ein schneller Abgleich des eigenen Lernerfolgs auf dem „kleinen Dienstweg“ („Hast du das auch raus?“) war nicht möglich, die ständige individuelle und differenzierte Rückmeldung nur über die Lehrkraft oft nicht vollständig leistbar.

Trotz des großen Kraftaufwands von Seiten der Lehrkräfte, Erreichbarkeit, Zuwendung und Begleitung trotz der schwierigen Bedingungen zu gewährleisten, und trotz der überdurchschnittlichen Leistungsbereitschaft und –vermögens unserer Schülerinnen und Schüler ist zu beobachten, dass es in einzelnen Fällen zu Schwierigkeiten bei der Vermittlung, dem Verständnis und der Verfügbarkeit der unterrichteten Lerninhalte kam.

Dies ist der besonderen Situation geschuldet und erfordert, entsprechend auch von schulischer Seite Angebote zu machen, wie individuelle Lernrückstände aufgearbeitet werden können. Eine Maßnahme, die den Aspekt fehlender oder nicht verstandener Unterrichtsinhalte in den Blick nimmt, sind die Corona-Kompensationsunterrichte (CKU). In Klasse 5 und 6 kommt es naturgemäß zu einer Überschneidung des bisherigen Förderkursangebots und der CKU, da wir in beiden Jahrgängen sowohl Kinder fördern und unterstützen möchten, die aus unbekannten Gründen Schwierigkeiten in einem der Hauptfächer haben, als auch solche, die diese Lücken aufgrund der besonderen Pandemiesituation haben. Deshalb wurden die Formulare und Unterlagen vereinheitlicht.

 

    1. Anzahl und inhaltliche Schwerpunkte der CKU:

      Mathematik: Klasse 5 und 6 (als Förderunterrichte bzw. CKU), Klassen 7, 8, 9, 10 und E-Phase: Je eine Wochenstunde pro Jahrgang.

      Englisch: Klasse 5 und 6 (als Förderunterrichte bzw. CKU), Klassen 7, 8, 9, 10 und E-Phase: Je eine Wochenstunde pro Jahrgang.

      Deutsch: Klasse 5 und 6 (als Förderunterrichte bzw. CKU), Klassen 7/8 (gemeinsam): Je eine Wochenstunde pro Jahrgang.

      Naturwissenschaften: Klasse 9, 10 und E-Phase: je eine Wochenstunde pro Jahrgang

      Französisch: Klasse 7/8 (gemeinsam); Klasse 9/10 (gemeinsam): je eine Wochenstunde

    2. Teilnehmende Schüler*innen:

      Es gibt drei Gruppen von Schüler*innen, die am CKU teilnehmen:

      1. Schüler*innen, die trotz Nichterreichen des Klassenziels pädagogisch versetzt wurden, müssen den CKU in den Mangelfächern besuchen[1].
      2. Schüler*innen, die mit einer ausreichenden, schwach ausreichenden oder mangelhaften Bewertung das Klassenziel dennoch erreicht haben, konnten von der/dem Fachlehrer*in in der Zeugniskonferenz vorgeschlagen werden. Hierbei handelt es sich um ein Angebot.
      3. Schüler*innen, die im Verlauf des ersten Halbjahrs Wissenslücken oder Verständnisprobleme zu Unterrichtsinhalten des Vorjahres offenbaren, können im Verlauf des Schuljahres von der/dem Fachlehrer*in zum CKU gemeldet werden. (Ablauf s.u.)

      Sollte ein*e Schüler*in in mehreren Fächern vorgeschlagen sein, ist es sinnvoll, dass Eltern und Schüler*in gemeinsam mit den Fachlehrkräften beraten, welches Förderangebot zuerst wahrgenommen wird. Mehr als zwei CKU-Kurse sollten nicht parallel belegt werden. Zeit für Erholung und Hobbies ist auch notwendig.

      Die Familien der Gruppe A und B haben mit dem Zeugnis des Kindes ein Schreiben zum CKU-Angebot mit der Bitte um Rückmeldung erhalten. Positive Rückmeldungen sind auf den Kurslisten vermerkt, alle zum Schuljahresanfang gemeldeten Kinder sind auf den Listen aufgeführt.

      Sollte also eine Rückmeldung vergessen worden sein, kann das Kind das Angebot dennoch wahrnehmen. Es geht dann einfach zum entsprechenden Termin in den CKU-Kurs und meldet sich bei der Lehrkraft. Eine Übersicht der CKU-Kurse mit Lehrkraft, Raum und Termin hängt im Schulgebäude aus.

      Beobachten Eltern z.B. bei den Hausaufgaben Lerndefizite bei ihrem Kind, sprechen sie zunächst den/die Fachlehrer*in an. In einer eingehenden Beratung kann dann entschieden werden, ob ein Besuch eines CKU-Kurses angezeigt ist. Die Entscheidung trifft die Fachlehrkraft.

    3. Inhaltliche Organisation:
    4. Die unterrichtende Lehrkraft des letzten Schuljahres oder des aktuellen Schuljahres

      • hat ggf. in der Zeugniskonferenz den/die Schüler*in für den CKU vorgeschlagen.
      • meldet ggf. im laufenden Schuljahr eine*n Schüler*in zum CKU nach.
      • veranlasst in diesem Fall, dass die Eltern das Formschreiben zum CKU enthalten.
      • füllt in jedem Fall für jede*n angemeldete*n Schüler*in das Formblatt „Inhalte des individuellen CKU“ (Anlage 2) aus und gibt diesen an die Lehrkraft, die den betreffenden CKU betreut.

       

      Die CKU-betreuende Lehrkraft erhält einen Hefter mit

      • der Namenliste aller zum Schuljahresbeginn gemeldeter Schüler*innen (Gruppe A und B)
      • für jede*n Schüler*in ein Formblatt, in dem die fehlenden bzw. zu wiederholenden und zu übenden Inhalte konkret benannt sind.
      • Geeignete Arbeitshefte als Kopiervorlagen zum Zusammenstellen passender Übungen. (Natürlich können auch eigene Materialien zum Einsatz kommen.)

      Auf der Teilnehmer*innen-Liste ist zu vermerken, wann der CKU begonnen wurde. Ist die CKU-Lehrkraft in Absprache mit der/dem Fachlehrer*in der Meinung, dass die benannten Inhalte nachgearbeitet sind, kann das Kind den CKU verlassen. Auch dies wird auf der Namensliste vermerkt. Die Eltern werden mit einem Schreiben (Anlage 3) durch die Fachlehrkraft informiert. Dieses wird ausgefüllt im Sekretariat abgegeben. (Dies entspricht dem Ablauf des Förderunterrichts in den Klassen 5/6)

      Ist bei einer/m Teilnehmer*in auf der Kursliste vermerkt, dass die Eltern das Angebot angenommen haben, und kommt der/die Schüler*in dennoch nicht in den Kurs, gibt die CKU-Lehrkraft direkt oder über die Klassenleitung an die Eltern eine Rückmeldung.

    5. Beginn der Förderunterrichte bzw. der CKU:
    6. Alle Förderunterrichte und CKU ab Klasse 6 beginnen in der 2. Schulwoche, da bereits Schüler*innen benannt sind.

      Die Förderkurse der Klasse 5 beginnen nach den pädagogischen Konferenzen (5. Oktober, de facto also nach den Herbstferien).

[1]§1 Abs. 2 Satz 2 VOGSV

Förderstunden/Corona-Kompensationsunterricht
Fach Jgst. Lehrkraft Raum Termin
Deutsch LRS Hansmann D102 Di., 8./9. Std.
  LRS Stephan D105 Di., 8./9. Std.
  LRS Stephan D106 Do., 8./9. Std.
  5 Leinweber C11 Di., 8. Std.
  6 Rajca C10 Di., 8. Std.
  7/8 Euler C20 Do., 7. Std.
Englisch 5 Martin C19 Di., 8. Std.
  6 Martin C19 Di., 7. Std.
  7 Karb, Th. C13 Do., 7. Std.
  8 Lasaar C11 Do., 7. Std.
  9 Lasaar C11 Di., 7. Std.
  10 Krüger C202 Do., 7. Std.
  E-Phase Böhl-Pfeiffer C19 Do., 7. Std.
Französisch 7/8 Tewes C10 Di., 7. Std.
  9/10 Widl-Stroth D10 Di., 9. Std.
Mathematik 5 Heipel C14 Di., 8. Std.
  6 Heipel C14 Di., 7. Std.
  7 Heipel C14 Do., 8. Std.
  8 Heipel C14 Do., 7. Std.
  9 Aretz Ch1 Do., 7. Std.
  9 Schlemper D10 Di., 7. Std.
Naturwiss. 9 2. Hj. Buhrmester    
  10/E-Phase Büchler Ch3 Do., 7. Std.
  5/6 Lehmann KH Mi., 7. Std.