Profil

Die Schule

Die Edith-Stein-Schule ist ein staatlich anerkanntes katholisches Gymnasium im Bistum Mainz.

Sie wurde 1854 als Katholische höhere Töchterschule gegründet. 1938 erzwangen die nationalsozialistischen Machthaber die Schließung der Schule. Ihre Wiedergründung erfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg auf Initiative des Pfarrers der Pfarrgemeinde Liebfrauen, Philipp Waldhelm. Die Schule wurde anfangs von Ursulinen geführt. Seit 1960 trägt die Schule den Namen „Edith-Stein-Schule“ und seit 1986 ist die ursprüngliche Mädchenschule koedukativ.

Die Edith-Stein-Schule wird von ca. 1.100 SchĂĽlerinnen und SchĂĽlern aus Darmstadt, dem Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie aus Gemeinden angrenzender Landkreise besucht.

Träger der Schule ist die „Stiftung Edith-Stein-Schule Darmstadt“.

Das Leitbild: Schule als christliche Erziehungsgemeinschaft

Das Leitbild von „Schule als christliche Erziehungsgemeinschaft“ geht auf das II. Vatikanische Konzil (1962-1965) zurück. Diesem Leitbild sind wird verpflichtet.

Die Erziehungsgemeinschaft umfasst die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer, die Eltern und alle, die am Schulleben beteiligt sind. Durch das Zusammenwirken aller soll ein Lebensraum entstehen, in dem – wie das Konzil sagt – „der Geist der Freiheit und der Liebe des Evangeliums lebendig ist“.

Unsere Arbeit geht vom christlichen Menschen- und Weltbild aus (vgl. die Grundordnung für katholische Schulen). Dieses Menschenbild umgreift alle Bereiche schulischen Lebens, nicht nur den Unterricht im engeren Sinn, sondern auch den Umgang miteinander in gegenseitigem Respekt und mit Takt. Es begründet auch unser Streben, möglichst jeder Schülerin und jedem Schüler gerecht zu werden und ihre jeweiligen Begabungen zu fördern.

Zu unserem Selbstverständnis gehört auch die ökumenische Orientierung. In unserer Schule begegnen sich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern als Mitglieder ihrer jeweiligen christlichen Konfession und erleben sich zugleich in ökumenischer Offenheit als Christen, die mehr verbindet als trennt. Deshalb besteht das Gottesdienstangebot an der Edith-Stein-Schule aus konfessionellen und ökumenischen Gottesdiensten.

Gemäß diesem Leitbild verfolgen wir das Ziel, eine leistungsfähige Schule im Bildungssystem und zugleich ein pastoraler Ort zu sein, an dem Glaube und Kirche erfahrbar werden.

 

 

Grundlage unserer Arbeit ist ein vertrauensvoller und taktvoller Umgang miteinander in gegenseitigem Respekt. Dies gilt für alle am Schulleben Beteiligten – die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Schulverwaltung und für die Eltern.

 

Ausgehend vom Leitbild Katholischer Schulen als christliche Erziehungsgemeinschaft und auf dem Hintergrund der „Grundordnung für katholische Schulen in freier Trägerschaft im Lande Hessen“ bestimmen folgende Ziele unser Handeln:

  • Aufmerksamkeit fĂĽr die einzelne SchĂĽlerpersönlichkeit
  • Qualität und Solidität des Unterrichts
  • Vermittlung christlicher Werte

 Die SchĂĽlerinnen und SchĂĽler sollen folgende Fähigkeiten erwerben:

  • Die Fähigkeit zur sachlichen und sachgerechten Wahrnehmung der Wirklichkeit
    Sie entfaltet sich in erster Linie im Unterricht durch die fach- und sachlich angemessene Vermittlung der Lerninhalte. Sie entfaltet sich auch durch die Vermittlung qualifizierter Methoden, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler Wissen erarbeiten und bewahren können.
    Lerninhalte und Lernmethoden ermöglichen Schülerinnen und Schülern, ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten zu entwickeln und sich in einer immer komplexer werdenden Welt zurecht zu finden, sie zu gestalten und bewohnbar zu halten.

  •  Die Fähigkeit zur sittlichen Verantwortung
    Sie steht an unserer Schule gleichberechtigt neben der Vermittlung von Wissen. Lebensfreude, Respekt vor dem Anderen, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe sind unverzichtbare Bestandteile des am christlichen Menschenbild orientierten Erziehungskonzepts.
    Erst das Zusammenwirken von Wissen und Haltungen sowie die kritisch-konstruktive Auseinandersetzung mit den vermittelten Inhalten und Werten ermöglicht Schülerinnen und Schülern, ihre Identität zu finden und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
  • Die Fähigkeit, sich selbst auf die Gemeinschaft und auf Gott hin zu öffnen
    Sie wird in erster Linie durch die alltägliche Praxis des Christlichen z.B. in Gebet, Gottesdienst und sozialem Engagement und in dem Umgang miteinander vermittelt. Darüber hinaus wird in jedem Unterrichtsfach die Möglichkeit ergriffen, dem Fach adäquat christliches Lebens- und Weltverständnis bewusst zu machen.
    Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der Deutungskompetenz der Schülerinnen und Schüler, für ihre Sicht der Welt und des Lebens. Für diese Entwicklung ist das persönliche Vorbild und Zeugnis der Lehrerinnen und Lehrer sowie aller anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Edith-Stein-Schule unverzichtbar.

Beschluss der Gesamtkonferenz vom 19.8.2013