"Jugend forscht" schreibt Schulgeschichte

 

 

Im Regionalwettbewerb Hessen SĂĽd 2016 traten wir am Donnerstag, den 25. Februar mit drei Wettbewerbsgruppen und sechs SchĂĽlern an.

Schon die Wochen vorher waren nach monatelanger Arbeit an den Projekten gefüllt mit hektischem Endspurt: Die Software auf fehlerfreien Stand bringen, die schriftliche Fassungen der Wettbewerbsarbeiten Korrektur lesen und hochladen, Handouts drucken, Plakate für die Wettbewerbspräsentation entwerfen, drucken und zuschneiden, Experimente testen, letzte Messungen durchführen, verpacken und transportsicher machen, Probevorträge halten …

An Wettbewerbstag klappte alles wie am SchnĂĽrchen:

Eine Mutter aus der „Marsianergruppe“ holte mit einem großen Auto alle Materialien für die drei Gruppen an der Schule um 7:30 Uhr ab; dann wurde ab 8:00 Uhr im Fraunhofer Institut für grafische Datenverarbeitung ausgepackt, aufgebaut und plakatiert…

Nachdem die Schüler der Jury ihre Arbeiten vorgeführt hatten und viele knifflige Fragen zu beantworten hatten (unser Vinh Phuc wurde fast eine ganze Stunde am Stück intensiv befragt und „auseinander genommen“!!) gab es Führungen durch das Institut, ein Mittagessen und dann den Besuchermarathon, wo die Arbeiten immer und immer wieder neu vielen verschiedenen Besuchern erklärt werden mussten.

 

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                 Sebastian Kollmeyer informiert eine Besucherin ĂĽber die Ăśberlebenschancen des "Marsianers"

 

Schließlich, um 16:00 Uhr war es soweit: Mit festlicher Musik zweier Schülerinnen von „Jugend-Musiziert“ begann die Siegerehrung zuerst für die Schüler der Sparte „Schüler experimentieren“.

Nicolas Göcke und Elias Messinesis (beide Klasse 9a) staunten nicht schlecht, dass Sie den zweiten (und damit besten) Platz im Bereich Arbeitswelt belegen konnten. Ihre Arbeit beschäftigte sich mit der Raumluftqualität in unseren Klassenzimmern und der Clou war ein nur 10 x 15 cm großes, selbst zusammen gebautes, portables und akkubetriebenes CO2 Sensor - Labor, das die Luftgüte auf einem Display anzeigt und die Werte auf eine Speicherkarte zur weiteren Auswertung abspeichert.

Die Messungen zeigen, dass mindestens einmal pro Stunde stoßgelüftet werden muss, um eine gute Luftqualität zu erhalten. Diese Arbeit wurde mit 60 Euro (Stifter: Bundesministerium für Arbeit und Soziales) dotiert.

 

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Elias Messinesis und Nicolas Göcke nehmen aus den Händen von Dr.Jutta Schaub, Patenbeauftragte "Jugend forscht" des Fraunhofer-Instituts für graphische Datenverarbeitung, ihren Preis entgegen

 

Drei Schüler aus der Klasse 8d beschäftigen sich mit dem Buch bzw. der gerade in den Kinos gelaufenen Verfilmung von Andy Weirs „Der Marsianer“. Das Buch beschreibt ungeheuer realistisch, wie ein auf dem Mars zurück gelassener Astronaut um sein Überleben kämpft und auf jeder Seite des Buches steht sein sicherer Tod auf dem unwirtlichen Planeten vor Augen. Die drei Jungs prüften, ob dieser Mars-Roman den Fakten der Physik und Raumfahrttechnik standhält. Dafür erhielten sie den 2. Platz (beste Platzierung) im Bereich Geo- und Raumwissenschaften und einen Geldpreis von 60 Euro (Stifter: stern).

Nun wäre Vinh Phuc Tran (Klasse 8a) an der Reihe gewesen… aber der musste noch bis 17:45 Uhr auf seinem Platz hin und her rutschen:

Vinh Phuc hatte sich wieder mit der Verschlüsselung von Computerdaten zum Schutz vor Ausspähen oder Abhören befasst („Fish and Crypt: Moderne Datenverschlüsselung“), dieses Mal auf höchstem Niveau, indem er eine symmetrische Verschlüsselung mit einem sog. Feistelnetzwerk aufbaut und auch QR-Codes verwendet. Schon mir, dem Berichterstatter, war klar, dass diese Arbeit in der Kategorie „Schüler experimentieren“ zu niedrig angesetzt war.

 

jufobild3                     Vinh Phuc Tran erläutert seine VerschlĂĽsselung von Computerdateien

 

 

Dann verkĂĽndete die Jury fĂĽr Vinh Phuc die Hochstufung in den Jugend-Forscht-Wettbewerb der groĂźen SchĂĽler, den 1. Preis in dem Bereich Mathematik / Informatik und die Teilnahme am Landeswettbewerb Hessen! Zum dritten Mal in der Schulgeschichte erreicht ein SchĂĽler den Landeswettbewerb und hat die Chance, sich dort erfolgreich zu platzieren. Vinh Phuc war ĂĽberglĂĽcklich.

 

An dieser Stelle ist anzumerken, dass dieser Erfolg wesentlich der ehrenamtlichen Mitarbeit unseres ehemaligen SchĂĽlers und inzwischen Informatikstudenten Daniel Baehr zu verdanken ist, der bei uns nahezu jede Woche mitarbeitet und Arbeiten, vor allem auch Vinh Phuc, betreut hat. Danke Daniel!

 

Zu großer Überraschung endete dieser Tag für uns alle – zum ersten Mal in den jetzt über 30 Jahren Jugend-Forscht-Geschichte der Edith-Stein-Schule – mit dem Schulpreis des Wettbewerbs: 1000 Euro, gestiftet von CTS Gruppen- und Studienreisen GmbH! Davon wird unsere Jugend-Forscht AG mit Sicherheit profitieren.

 

JuFoBild4 Urkunde

 

Den Mitstreitern in der Jugend-Forscht AG, Herrn Axel Böhnke und Herrn Jan Kellner, sei an dieser Stelle auch ganz besonders für ihre Arbeit gedankt!

Für den Bericht: Franz Bönsel, Leiter der Jugend-Forscht AG