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Jüdisches Museum on tour zu Gast in der ESS

 

Am Dienstag, 5. November war das Jüdische Museum aus Berlin einen Vormittag lang zu Gast in der Edith-Stein-Schule. Drei Museumspädagogen haben unseren Schülerinnen und Schülern auf sehr vielfältige Art und Weise jüdisches Glaubens- und Alltagsleben näher gebracht. Der Raum D104 verwandelte sich binnen einer viertel Stunde in einen Ausstellungsraum, der religiöse Gegenstände, aber auch Spielzeug und Gebrauchsgegenstände und viel Literatur zum Anschauen bot.

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Idee dieses Vormittags war es, den Schülern aufzuzeigen, dass das Judentum eine sehr lebendige Religion ist und dass diese Religion ihre vielfältigen Bräuche bewahren konnte, obwohl sie zu vielen Zeiten in unserem Land Verfolgung und Diskriminierung erfahren hat.

 

Neben der Ausstellung, die in den großen Pausen für alle Schüler und Lehrer geöffnet war, gab es zwei 3-stündige Workshops für einzelne Klassen bzw. Kurse. Hier wurden insbesondere jüdische Biographien nach 1945 in den Blick genommen. Zudem erlebten 4 Lerngruppen intensive thematische Führungen durch die Ausstellung, in denen viel nachgefragt und kontrovers diskutiert wurde.

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Unsere Schüler und Schülerinnen haben dieses Angebot mit großem Interesse genutzt und über ihr Wissen aus dem Unterricht hinaus viele neue Dinge erfahren und erfragen können. Zeitnah zum 75. Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November 1938 war dieser „Museumsbesuch“ eine gelungene Erinnerung daran, welchen Schatz das Judentum birgt und welche bedeutende religiöse und kulturelle Rolle es in Deutschland über Jahrhunderte gespielt hat.

 

Bernadette Dorn, David Holluba und Dorothee Modricker-Köhler