Formel 1 in der Schule

„Phantomteam“ ist erneut Hessenmeister

 â€žFormel 1 in der Schule“-Juniorteam der Edith-Stein-Schule fĂ€hrt am 9. Mai zu deutschen Meisterschaft nach Wolfsburg


Das „phantomteam“ hat bei der SĂŒdwestmeisterschaft von „Formel 1 in der Schule“ am 29. MĂ€rz in Pirmasens erfolgreich seinen Titel als Hessensieger verteidigt. Jetzt geht’s gleich wieder ans Konstruieren. Bei der deutschen Meisterschaft wollen die drei AchtklĂ€ssler mit neuem Wagen antreten.


Die Nerven lagen blank vor der Siegerehrung. Das „phantomteam“ war sich keinesfalls sicher, ob es seinen Titel als Hessenmeister verteidigen kann. Doch nachdem Leoni und Felix Schwerdtfeger und Vincent Keller schon den Preis fĂŒr den besten Teamstand und das beste Portfolio bekommen hatten, kam prompt die gute Nachricht: Die SchĂŒler der Edith-Stein-Schule Darmstadt sind wieder Hessenmeister.

Formel1 2014 klein

Das „phantomteam“, das an der Edith-Stein-Schule von Franz Bönsel, Markus Riedel und Joachim Hahn unterstĂŒtzt wird, war bereits zum zweiten Mal bei den Regionalmeisterschaften (Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland) dabei. Die SchĂŒler mussten sich diesmal gegen drei weitere Teams aus Hessen behaupten. Nun sind die drei ĂŒberglĂŒcklich, dass sie am 8./9. Mai zur deutschen Meisterschaft nach Wolfsburg fahren und ihr Bundesland vertreten dĂŒrfen. Im Vorjahr landeten die Newcomer bei der deutschen Meisterschaft in Kronberg auf dem achtbaren siebten Platz.

„Formel 1 in der Schule“ ist ein interdisziplinĂ€rer Wettbewerb, der bei den Senioren auch international ausgetragen wird. Die Teams mĂŒssen zunĂ€chst einen etwa 20 Zentimeter großen Rennwagen mit einer speziellen Software am Computer konstruieren, aus Balsaholz frĂ€sen lassen und lackieren. Auch RĂ€der, Achsen und Kugellager mĂŒssen sie selbst entwickeln. Der einem Formel-1-Wagen nachempfundene Bolide fĂ€hrt dann, von einer Gaspatrone angetrieben, beim Wettkampf auf einer 20 Meter langen Rennbahn. Ein Teammitglied löst den Start per Knopfdruck aus. Neben der Schnelligkeit des Wagens geht es hier also auch um schnelle Reaktionszeiten. Zudem mĂŒssen die Teams Sponsoren und UnterstĂŒtzer fĂŒr ihr Projekt gewinnen.

FĂŒr das „phantomteam“ hat jĂŒngst der Griesheimer Nachwuchsrennfahrer Christopher Friedrich eine Patenschaft ĂŒbernommen. Ihr Chassis lassen sie von der Firma Datron in Traisa professionell frĂ€sen. Ein weiterer Hauptsponsor ist die DarmstĂ€dter IT-Firma PROSTEP. Der Grafikdesigner Ralf Kopp hat das Team in Sachen Design des Portfolios und des Teamstandes beraten. In einem zwanzigseitigen Portfolio muss das Projekt dokumentiert werden, ein Teamstand muss gestaltet werden, und die Teams mĂŒssen eine mĂŒndliche Power-Point-PrĂ€sentation halten. Diesmal hat das „phantomteam“ dafĂŒr einen animierten Film selbst produziert. FĂŒr alle Teildisziplinen gibt es Punkte von der Jury.

Beim Wettkampf in Pirmasens war das „phantomteam“ den ganzen Tag im Einsatz: Zuerst musste es der Jury an ihrem Teamstand Rede und Antwort stehen, anschließend ihre PrĂ€sentation halten. Höhepunkt war aber das Rennen. Beim abschließenden Knock-out-Rennen, bei dem Junioren und Senioren gemeinsam antreten, verpasste das „phantomteam“ im Finale mit 0,013 Sekunden Abstand nur knapp den Sieg.

Rebecca Keller

Teambetreuerin „phantomteam“