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Tag 1:

Die endlose ReiseUnterwegs mit unserem Fahrer Syles


Nachdem schließlich die Tonnen von Gepäck eingecheckt waren bestand die Tätigkeit der nächsten 22 Stunden in der Hauptsache aus sitzen. Während die 12 Stunden Flug nicht anders abliefen als man es gewohnt ist, war die 600 km Autofahrt von Lilongwe nach Karonga schon ein Erlebnis.


Dazu muss man wissen, das in Zentralafrika sich Alles auf der Straße befindet: Fußgänger, Massen von Radfahrern, Hühner, Ziegen, Schweine, Kühe, Schlaglöcher von der Größe eines Kleinwagens, große und kleine LKWs in fragwürdigem Zustand aber fast immer komplett überladen. Auch der Linksverkehr und die reichlichen Polizeisperren machen die Fahrt nicht langweilig.


Glücklicherweise hatten wir mit Syles einen begnadeten Fahrer, der mit den lokalen Umständen bestens vertraut war und mit dem Geländewagen und der Hupe hervorragend umgehen konnte.


Als wir nach vielen Stunden , nachdem die Sonne sprichwörtlich vom Himmel gefallen war, in Karonga eingelaufen sind, bezogen wir unsere Malariamückenfestung.

 

Aussenansicht Unterkunft k

Innenansicht Unterkunft

 

 

 

 

 

 

 

 

Die ehemalige Kolonialvilla war außen komplett mit Mückengitter abgedichtet, trotzdem hatte jedes Fenster und jede Tür im Haus noch zusätzliche Mückengitter. Zu jedem Bett gehörte dann auch noch ein Mückennetz, sodass es schon eines hartnäckigen Moskitos bedürfte all diese Barrieren zu überwinden. Und als zusätzliches Hemmnis „Antibrumm forte“ mit dem wir uns reichlich einsprühten. Dank des phasisch rezeptiven Geruchssinns konnten wir uns trotzdem noch riechen.

 


Tag 2:

Genauso schnell wie sie abends um 18 Uhr unter gegangen ist geht sie pünktlich um 6 Uhr morgens auch wieder auf. Da wir versuchten um 8 Uhr morgens eine Messe der Diözese von Karonga mit zu erleben, gab es nur ein schnelles Frühstück und schon ging es los. Über die unsbereits bekannten malawischen Straßen fuhren wir ein paar Kilometer außerhalb von Karonga zur Kirche St. Joseph. Erst bei unserer Ankunft erfuhren wir aber, dass es in dieser Woche gar keine englischsprachige Messe gibt. So konnten wir aber bei den Vorbereitungen und der Chorprobe für die Messe im lokalen Bantu-Dialekt, Chitumbuka, teilnehmen und im Anschluss auch mitfeiern. Die Dauer von zwei Stunden, die vielen Gesänge, Trommeln und Tänze und eine persönliche Begrüßung, bei der wir jeder einzeln vorgestellt wurden, waren für uns auf jeden Fall eine neue Erfahrung.Gruppenbild mit Bischof Mtumbuka

Dabei trafen wir durch Zufall Edward Luhanga, unsere Hauptkontaktperson zu Chaminade und den Bischofssekretär. Diesem glücklichen Umstand verdankten wir eine Audienz bei Martin Mtumbuka dem Bischof der Diözese Karonga. Dem wir dann mit Grüßen den Brief von Karl Kardinal Lehmann überbrachten. Der Bischof ist ein äußerst angenehmer Mensch mit hervorragenden Ansichten die sich mit unseren deckten. Er setzt auf gesellschaftliche Entwicklung durch Bildung insgesamt und insbesondere Bildung an katholischen Schulen in seinem Bistum. Bischof Mtumbuka reist noch in dieser Woche nach Deutschland, falls er im nächsten Jahr wieder nach Deutschland reisen sollte, haben wir ihn bereits nach Darmstadt und an die ESS eingeladen. Über diese Einladung hat er sich sehr gefreut und die Einladung dankend angenommen.

Zurück in der ESS-Außenstelle Karonga erwartete uns ein Candlelightdiner (Stromausfall...) aus grätenreichem Jambofisch, Nudeln und einer lokalen Spezialität, „Pumpkin leafs and Peanut Flowers“.