Politik zu Gast in der ESS

BrĂĽcken bauen statt Grenzen ziehen

Solidarität und Humanität in der Europäischen Flüchtlingspolitik

 

Unter dieser Überschrift stand die Veranstaltung, die am 11.2.1016 in der 3. und 4. Stunde für die Q-Phase in der Kleine Halle stattfand. Brigitte Zypris, die Darmstädter Bundestagsabgeordnete, war zusammen mit Michael Roth, dem Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, zu uns gekommen, um mit Schülerinnen und Schülern zu diskutieren. Die Gäste wurden kompetent vorgestellt von Sebastian Zimmermann und Lars Decker (Powi LK 11 bzw. 12), moderiert wurde die Veranstaltung von Herrn Richter.

 

Roth 3

Nachdem der Unterschied zwischen Ober-, Unter- und Nordhessen geklärt war, begann Herr Roth mit einer frei gesprochenen Einführung in die Thematik, bevor er dann aber ziemlich bald auf die Fragen der anwesenden SchülerInnen einging.

 

Dass die Flüchtlingsfrage zunächst einmal eine Frage der Menschlichkeit gewesen sei (und es im Grunde immer noch ist), wurde von ihm deutlich formuliert. Dazu gab es dann einen Einblick in die komplizierten Vorgänge von Politik und Diplomatie. Dabei überzeugte Herr Roth durch seine Sachkenntnis, aber auch durch seine Bereitschaft, persönlich Stellung zu nehmen, sowohl kritisch als auch ausgleichend und einseitige Bilder korrigierend.

 

 

Roth 1

 

Die anwesenden Lehrkräfte beobachteten mit Stolz, wie ihre Schützlinge kenntnisreiche und zum Nachdenken anregenden Fragen stellten. Ein inhaltlicher Exkurs zur TTIP-Problematik, dem sich Frau Zypris stellte, konnte an dieser Stelle nicht weiter verfolgt werden – weitere Informationen und, wenn möglich, eine weitere Veranstaltung wurden aber angekündigt.

 

 

Roth 2

 

Der herzliche Applaus zeigte, dass die anwesenden SchülerInnen diese ungewöhnliche PoWi-Stunde durchaus zu würdigen wussten. Am Schluss meinte Herr Roth, dass in der Diplomatensprache die Urteile „gut“ oder gar „interessant“ im Grunde nicht so positiv sind, was der Schreiberin dieser Zeilen die Formulierung des abschließenden Urteils schwer macht. Dass Herr Roth sich „sehr wohl gefühlt“ hat, sei aber noch erwähnt.

(kg)

Hier der Artikel im Darmstädter Echo