500 Jahre Reformation - und nun?

500 Jahre Reformation – und nun? Wohin steuert die Ökumene?

Die Ökumene, ihre Zukunft und die unterschiedlichen Erwartungen, die an diese gestellt werden, waren die Themen mit denen wir uns am Projekttag der Edith-Stein-Schule zum Thema „500 Jahre Reformation“ befassten.

Direkt nach dem ökumenischen Gottesdienst, der u.a. vom Kirchenpräsidenten Dr. Dr. h. c. Jung gehalten wurde, trafen sich die teilnehmenden Schüler und Fr. Marks vor der katholischen Kirche St. Ludwig. Dort angekommen, begrüßten uns die Referenten Dr. Christoph Klock, Pfarrer der St. Ludwig Gemeinde, und Pfarrer Peter M. Kiehl von der Selbständigen Evangelisch Lutherischen Gemeinde Darmstadt Reichelsheim. Unser Projekt startete mit einem Rundgang durch St. Ludwig und genaueren Informationen über die Kirche und ihre nicht allzu entfernte Entstehung im 19. Jahrhundert.

„Treten Sie ein, legen Sie Ihre Traurigkeit ab, hier dürfen Sie schweigen.“ heißt es am Eingang der Darmstädter Kirche und genau das passiert beim Betreten der Kirche. Durch ihre, dem römischen Pantheon ähnelnde, Bauweise und trotzdem schlichte Gestaltung lässt sie ihre Besucher staunen.

Nach unserem kurzweiligen Aufenthalt gingen wir in das Gemeindehaus der Kirchengemeinde. Nachdem die Referenten ihren Weg zum Priesterdienst und sich selbst vorgestellt haben, konnten wir verschiedene Fragen stellen, an denen sich die Referenten bei ihrem Vortrag orientierten. In diesem beschäftigten sie sich damit, wie die Gemeinden und sie selbst zu Fragen der Ökomene stehen. Dabei wurde deutlich, dass einige Gemeinden schon deutlich weiter fortgeschritten sind, etwa in der Frage des gemeinsamen Abendmahls, als von den jeweiligen Kirchenoberhäuptern bislang abgesegnet ist. Trotz der breiten Anerkennung dieses Fortschritts in der Gruppe, die keineswegs als Querschnitt der Gesellschaft gesehen werden kann, hat die Gesamtkirche diesen Schritt bislang leider noch nicht gewagt.

Die Pfarrer betonten zwar die Relevanz der Zusammenarbeit der beiden Kirchen, um auch in Zukunft weiter bestehen zu können. Allerdings waren sich beide einig, dass eine Zusammenlegung der beiden Konfessionen hingegen nicht zielführend sei und mit den gegenwärtigen, durchaus unterschiedlichen Vorstellungen nicht vereinbar wäre.

Insgesamt lässt sich sagen, dass dieses Projekt überaus informativ und aufschlussreich, besonders in Bezug auf die zukünftige Zusammenarbeit der Konfessionen, gewesen ist.