Stationenarbeit in der Unterstufe

Der Projekttag startete fĂŒr die Unterstufe um 7.50 Uhr, mit einem Kick-off, in dem Herr MĂŒhlum den Maler Lucas Cranach spielte, welcher Luther bekannt war. Dieses Kick-off fand in der Liebfrauenkirche statt. Dabei setzte sich der, durch Luther inspirierte, Maler mit dem Ablasshandel der katholischen Kirche kritisch auseinander.

Nach dem Gottesdienst begaben sich die Kinder in den Altbau, wo die Klassenlehrer ihnen einen Strick fĂŒr ihre mitgebrachte „Kutte“ (zu großes, schwarzes T-Shirt) gaben. Danach gingen die Klassen zu den einzelnen Stationen, um verschiedene Projekte zu erarbeiten, die von Eltern freiwillig geleitet wurden. Es gab fĂŒnf verschiedene Projekte zu bearbeiten.

An der Station Merksatz, ging es um einen biblisch inspirierten Spruch, der von den Kindern auf pergamentĂ€hnliches Papier ĂŒbertragen und anschließend verziert wurde.

Beim zweiten Projekt mussten die SchĂŒler eine Lutherrose falten und sie ausmalen. Die Lutherrose ist das Wappen von Luther und stellt ein Kreuz in einem Herz in einer Rose dar.

Nach dieser Station schauten wir uns das Briefprojekt an, in dem die Kinder einen Brief an Menschen im Altenheim schreiben sollten, um ihnen eine Freude zu machen.

Die actionreichste Station hieß Make ÂŽn Break und war an das Ravensburger Spiel angelehnt. Dabei mussten die Kinder ein GebĂ€ude bauen und dieses anschließend „reformieren“ (verĂ€ndert wiederaufbauen), wie es Luther mit der katholischen Kirche tun wollte. Dies war nur möglich, wenn alle Kinder zusammen arbeiteten.

Als letzte Aktion mussten die Kinder einen hebrĂ€ischen oder griechischen Text anhand von einer Buchstabentabelle ĂŒbersetzten. Die Highlights des Tages aber waren die Plenen. Durch lebendige Rollenspiele hat man die Kinder ins sechste Jahrhundert entfĂŒhrt. Alle waren begeistert. Es ging darum, wie der Großinquisitor Tetzel den armen Leuten Ablassbriefe zur Vergebung ihrer SĂŒnden verkaufte. Luther reagierte darauf mit seinen 95 Thesen. In diesem Zusammenhang sind ernsthafte theologische Fragen zum Beispiel: “Ist die Liebe Gottes kaufbar?“, in humorreichen Diskussionen behandelt worden.

Jedes Projekt ging zwanzig Minuten lang mit einer anschließenden Pause von zehn Minuten und einer großen Pause von 10.20-10.50 Uhr.
Der Tag wurde mit einem Abschlussgottesdienst in der Liebfrauenkirche nach der sechsten Stunde beendet.

 

Von Markus Orendi, Vinh Phuc Tran, Marc Rumpf und Tobias Csontos

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