Erfolge bei „Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht“

Jeden Tag kommt Daniel Homburg (Klasse 6d) auf seinem Schulweg an einer Schule für Gehörlose vorbei. Dies brachte ihn auf eine Idee für sein Projekt bei „Schüler experimentieren“: Die Konstruktion eines humanoiden Roboters als Übersetzer für Gebärdensprache. In seiner Klassenkameradin Mirja Thieme fand er eine kompetente Mitstreiterin. HomburgThiemeStandJuFOSie organisierten eine Schaufensterpuppe und statteten sie mit einem Unterarm und einer künstlichen Hand aus, die sie u.a. am schuleigenen 3D-Drucker ausdruckten. Die Steuerung der Fingergelenke haben die beiden Jungforscher mithilfe von Motoren selber gebaut. Unterstützt wurden sie dabei von Physiklehrer Franz Bönsel.
Derzeit kann der Roboter bereits einige Buchstaben in Gebärdensprache darstellen. Mit einer – noch zu bauenden – zweiten Hand kann er in Zukunft auch Worte darstellen.
Für ihr innovatives Projekt erhielten Mirja und Daniel den 1. Preis, gestiftet vom Verein Deutscher Ingenieure, im Fachgebiet Technik sowie den plus-MINT-Sonderpreis für interdisziplinäres Arbeiten (ebenfalls 75 Euro).

Ebenfalls den ersten Preis im Fachgebiet Technik erhielt eine zweite Zweiergruppe der ESS. Laetitia Niebuer (8c) und ein Klassenkamerad nahmen als Ausgangspunkt ihrer Forschungen, dass in Lebendfallen viele Tiere zwar lebendig gefangen werden, aber dann oft qualvoll verdursten. StandNiebuer JuFoDie beiden Achtklässler entwickelten daher eine intelligente Lebendfalle, die beim Fang eines Tiers automatisch nach dem Auslösen eines Sensors– gesteuert von einem Raspberry Pi Kleincomputer – drei Fotos macht und diese per E-Mail an den Besitzer der Falle verschickt. Ein Teil der Arbeit bestand im Zusammenbau der verwendeten Komponenten und der passenden Verdrahtung auf einem Breadboard, ein anderer Teil in der Programmierung der Abfrage des Sensors und der anschließenden Verarbeitung der Fotos und der Mail (Programmiersprache Python). Unterstützt wurden die beiden Schüler von Mathe/Physiklehrer Dr. Oliver Schmitt, der seit diesem Schuljahr die Jugend-forscht-AG unterstützt.

Die älteren Teilnehmer am Wettbewerb treten in der Sparte Jugend forscht an. Hier hat sich Sebastian Kollmeyer (10D) im Fachgebiet Mathematik/Informatik mit einem Projekt befasst, das sogar noch Physik und Elektrotechnik integriert: Sebastian überlegte sich, ob man aus dem Rauschen einer Z-Diode Zufallszahlen generieren kann. Ja, man kann! Mithilfe mehrerer statistischer Testverfahren, die sich Sebastian im Rahmen seiner Arbeit selber aneignete, wies er nach, dass die auf Basis des Diodenrauschens generierten Zahlen wirklich zufällig sind. Es waren keinerlei Muster bzw. Regelmäßigkeiten zu erkennen.
SebastianKollmeyer JuFoFür seine Arbeit wurde Sebastian mit einem 2. Preis belohnt (60 Euro, gestiftet von der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V.). Betreut wurde Sebastian von den Physiklehrern Franz Bönsel und Axel Böhnke sowie dem Studenten Daniel Baehr, der die Arbeit in unserer Jugend-forscht-AG unterstützt.

Die Preise wurden am 22. Februar 2018 in den Räumen des Fraunhofer-Instituts in Darmstadt überreicht. Zuvor mussten die Schüler der Jury ihr Projekt vorstellen und erläutern. Anschließend standen sie interessierten Besuchern für Fragen zur Verfügung.
Wir gratulieren allen Teilnehmern sehr herzlich für ihre hervorragenden Leistungen und danken auch den Lehrkräften für die engagierte und kompetente Betreuung der Schüler.