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Mittwoch, 09.05.2018: Tag der Anreise

Die Reise begann für uns alle um acht Uhr am Frankfurter Flughafen. Nachdem wir unser Gepäck abgegeben hatten und es durch die Sicherheitskontrolle geschafft hatten, sind wir zum Gate gelangt und nach einiger Wartezeit saßen wir bereits auf unseren Plätzen im Flugzeug nach München. Nach einem kurzen Sprint, um das nächste Boarding zu schaffen, kamen wir unserem Ziel Los Angeles immer näher.

Am LAX angekommen ging es auch direkt durch die Passkontrollen, auch wenn einige von uns bis zu zwei Stunden warten mussten. Bei dem Gepäckband ging es jedoch schneller und im Handumdrehen saßen wir in einem Bus, um unseren Leihwagen abzuholen. Mit guter Musik brausten wir an der Westküste in unserem Auto entlang und folgten einem schönen Sonnenuntergang, der zu unserem Zuhause für die kommende Woche führte. Hier erwartete uns eine wunderbare Unterkunft mit Pool. Nachdem uns die Besitzerin freundlich mit ihrem Hund empfangen hatte und uns eine kurze Haustour gegeben hat, waren wir so erschöpft, dass wir alle in unsere Betten gefallen sind.

Donnerstag, 10.05.2018: Erster Tag in der Schule

Trotz Jetlag und unserer Müdigkeit vom Vorabend, starteten wir mit einem schönen Sonnenaufgang und einem kräftigenden Frühstück gut gelaunt und aufgeregt in den Tag. Erst an diesem Tag entdeckten wir die schöne Lage inmitten der Natur, welche in der Dunkelheit verborgen blieb.

Die Fahrt zur Bishop Garcia Diego High School dauerte nur ein paar Minuten. Die Lehrer empfingen uns mit offenen Armen, insbesondere Cristy McNay, die uns in der Schule herumführte und uns die verschiedenen Fachbereiche und -säle der Schule zeigte. Anschließend wurden wir verschiedenen Schülerinnen und Schülern zugeteilt, die wir den Tag über begleiteten und die uns das amerikanische Schulleben näherbrachten. IMG 1345kWir waren alle sehr von der Schule beeindruckt, besonders von der technischen Ausstattung (z.B. Film- und Tonstudio, iMacs etc.) und der große Campus ließ uns ohne Worte. IMG 1361kSchnell wurde uns bewusst, dass die Schulgemeinschaft wie eine große Familie war und den Lehrern sehr viel an der Förderung und der Zukunft ihrer Schüler lag. Dieser Gedanke wurde mit unseren späteren Unterrichtsbesuchen bestärkt. Auffallend war außerdem die Vielfalt an Sportteams und Unterrichtsangeboten. Unser erster Schultag wurde mit einem Gebet beendet und am Nachmittag besuchten wir ein Baseballgame der Schulmannschaft nach einer Erfrischung im Pool.

IMG 1386kDa wir uns dem amerikanischen Leben voll anpassen wollte, machten wir am Abend ein Barbeque mit Burgern. Danach war unser Tag zu Ende und jeder konnte mit einem zufriedenen Lächeln einschlafen.

 

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  Freitag, 11.05.2018: Zweiter Schultag

Bild01Die Vorfreude am nächsten Tag auf die kommenden Unterrichtsstunden (BDTV) weckte uns schon vor 7 Uhr und sorgte dafür, dass wir gleichzeitig mit einem mulmigen Gefühl auf den Schülerparkplatz der Schule einfuhren. Denn heute würden wir das BDTV Studio, welches wir zuerst am Vortag kennengelernt hatten, erneut betreten. Aber nicht als unbeteiligte Zuschauer, sondern als Nachrichtensprecher! Gemeinsam mit Mr. White, dem dafür zuständigem Lehrer, besprachen wir die Ziele der heutigen Nachrichtensendung. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt, und assistierten den Amerikanern bei ihrem Themenbereich.
Während Lena die ‚Bishop Diego News‘ vorbereitete, konzentrierte sich Marlene auf die ‚Local und National News‘. David bereitete mit den Amerikanern die Sportnachrichen vor, während ich nebenbei mit meiner Gruppe die Wettermoderation vorbereitete. Mr. White führte uns nochmal durchs Studio und erklärte uns wie die wichtigsten Computer (eine kleine Anmerkung nebenbei: es waren iMacs) funktionierten, was es mit dem ‚Greenscreen‘ auf sich hat, und machte uns mit dem Telepromter vertraut. Bild05Durch diese sehr intensive Einweisung wurde uns nochmal so richtig bewusst, wie professionell das Nachrichtenstudio aufgebaut war. Vom Greenscreen, bis hin zu mehreren Telepromtern und Kameras, einer Sitzecke und einem richtigen Nachrichtentisch, sah der Raum wie ein echtes, seriöses Nachrichtenstudio aus. Nachdem wir unsere TV-Kleidung angezogen hatten, das letzte Mal geprobt hatten, und vergewissert waren, dass wir unseren Text auch ja flüssig vom Telepromter ablesen können, wurde es ernst, denn wir gingen live in fünf...vier...drei...zwei...eins…; und zwar unter Beobachtung der ganzen Schule.Bild08

Im Laufe des Tages kamen einige Lehrer und Schüler auf uns zu und gratulierten uns zu unserer ersten Fernsehrmoderation. Als Belohnung erhielten wir sogar von Dr. C. McNay Schulshirts, welche einige von uns signiert bekamen. Nach dem aufregenden Erlebnis folgten wir einigen Schülern in deren Unterricht, wo die Entspanntheit der Lehrer und Schüler noch einmal deutlich zu spüren war. Nach dem gemeinsamen Lunch mit den Amerikanern ging der Schultag auch allmählich zu Ende, aber nicht, ohne vorher noch eine Runde Basketball mit ihnen in der riesigen Sporthalle Bishop Diego‘s zu spielen. Den Tag beendeten wir letzendlich mit gemeinsamem Kochen.Bild06

(Die Nachrichtensendung gibt’s auf der Website von Bishop Garcia Diego Highschool unter ‚Cardinals Live‘, und hoffentlich auch bald an dieser Stelle)

 

 

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 Samstag 12.05.2018 Santa Barbara Downtown

Um 10 Uhr begaben wir uns mit Pancakes gestärkt in Richtung Santa Barbara. IMG 1470kZunächst besuchten wir einen Farmers Market und machten ein paar Besorgungen. Da wir sehr zentral waren, war Down Town nicht weit entfernt. Nachdem wir also zu Fuß das Herz von Santa Barbara erreichten, konnten wir uns voll und ganz dem Touristenleben widmen. Auf der State Street fanden wir zahlreiche Läden, die wir erkundigen wollten. Aber auch wenn uns das Shoppen sehr viel Freude bereitet hat, war es sehr kraftraubend, weshalb wir unsere Energie für die folgende Land and Sea Tour mit einer typisch amerikanischen Pizza auffüllten.

Bild05Mit einem Sparziergang zum West Beach betraten wir die „Tsunami Hazard Zone“, die wir später noch mit der Landshark erkundigen sollten. Die Landshark führte uns zunächst durch die verschiedenen Viertel Santa Barbaras. Unter der Leitung des Captains erfuhren wir viel über die unterschiedlichen Restaurants und die Historie der kulturellen Stadt. Nachdem wir ein wenig Zeit auf dem Land verbracht haben, begaben wir uns auf die hohe See. Bild07Hier erhofften wir uns Delfine und unterschiedliche Meeresbewohner sehen zu können. Doch dieser Wunsch blieb uns leider verwehrt. Dennoch sahen wir vermehrt Seelöwen und haben ein paar schöne Aufnahmen machen können.

 

Dann fand auch dieser Ausflug sein Ende und wir begaben uns zurück zum Haus, da es bereits abends war.

 

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Sonntag, 13.05.2018:

Der heutige Tag begann wie immer mit einem leckeren Frühstück, heute gab es typisches Rührei mit Toast. Um 9 Uhr saßen wir im Auto auf dem Weg zur Presidential Library and Museum, um eine Ausstellung über Ronald Reagan zu besichtigen.
image7Da wir vorher nicht viel über ihn wussten, gab es dort viele neue und interessante Informationen über den 40. Präsidenten und seinen Lebenslauf (war spannender als es klingt).
image9Besonders hat uns die Air Force One beeindruckt, die wir noch im Originalzustand besichtigen konnten. Auch hat uns das Rednerpult mit dem vergoldeten Adler gefallen sowie die 1:1 Nachbildung des Oval Offices. Es gab sogar einige Originalstücke zu bestaunen. Auch die vielen Fotos und Videos, die Reagans Leben veranschaulichten, waren spannend - er war ja anfangs Schauspieler in Hollywood! image5Die Ausstellung zu besuchen war eine bereichernde Erfahrung, da Reagan ein inspirierender Mann mit außergewöhnlichem Lebenslauf war. Vor allem seine Stärke, die ihm unter anderem vor dem Tod durch einen Anschlag rettete, ist bemerkenswert und berührend.
Nach diesem kulturellen Erlebnis und einer Stärkung bei In‘n‘Out Burgers, beschlossen wir, die Wirtschaft Amerikas anzutreiben, indem wir ein Premium Shopping Outlet besuchten.
image12Die FastFood-Kette wurde uns von den Schüler empfohlen und einige von uns kannten diese auch schon. Dieses ‚Restaurant‘ ist hier sehr berühmt und berüchtigt unter den einheimischen Einwohnern. Trotz dessen, dass es nicht viel Auswahl an Essen gibt (nur Hamburger, Cheeseburger oder Double-Double), hat das Essen eine gute Qualität und wir haben es alle viel besser empfunden als zum Beispiel McDonalds.
Nach drei Stunden erfolgreichem Shoppens und mit auch vielen kulturellen Erlebnissen klang der Tag mit einem Bad im hauseigenen Pool (bei 17 Grad) aus.
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Montag, 14.5. Back to School

IMG 1692kAm fünften Tag hier in Santa Barbara haben wir uns so langsam schon an die Zeit hier gewöhnt und der Jetlag ist nicht mehr so stark zu spüren. Dafür aber unsere Müdigkeit, denn das Aufstehen um sechs Uhr dreißig an einem Montag fühlt sich hier genauso an wie in Deutschland. Dafür wurden wir und alle anderen Schüler und Lehrer von zwei sehr freundlichen jungen Schülerinnen mit kostenlosen Donuts begrüßt, denn es war International Donut-Day, wie sich später herausstellte. Mit einem guten Gefühl gingen wir also wieder in die Klassen und folgten einen sehr sympathischen Schüler Namens Jack. IMG 1840kWir waren also sein „Shadow“. In der Mittagspause gab es dann die Gelegenheit, dass ein oder andere Interview zu führen, bei dem viele Gespräche entstanden (wie zum Beispiel über German und American stereotypes). Direkt nach der Schule ging es dann zum Footballpractice. Wichtig ist jedoch, dass hiermit kein Fußball gemeint ist, sondern echtes American Football. Wir Jungs waren sehr erfreut als wir die Erlaubnis bekamen mitzumachen. IMG 1842kDanach besuchten wir in ein Einkaufsgeschäft um echte amerikanische Süßigkeiten zu probieren und auch ein hier sehr verbreiteter Schreibwarenladen, der alles was ein Herz begehren kann enthält, war nicht vor uns sicher.

 

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Dienstag, 15.5. Time to Say Goodbye

Wir konnten es kaum glauben, aber heute war unser letzter Tag in Kalifornien. Wir versuchten uns 1000 Sachen zu überlegen, wie wir unsere Lehrer von einer späteren Abreise überzeugen konnten, aber es war sinnlos, sie ließen sich nicht darauf ein ;)

Unser Tag startete entspannt. Bei strahlendem Wetter zeigte uns unsere Verbündete Mrs McNay die Missionsstation in Santa Barbara, welche 1786 gegründet wurde und auch heute noch von einem kleinen Kreis Franziskaner am Leben gehalten wird. Die Missionsstation diente als Hort für die Ureinwohner, Indianer, und die Franziskaner koordinierten und unterstützten diese bei Ihrem neuen Leben. Natürlich bekehrten sie diese auch, aber es entstand eine fruchtbare Beziehung, welche auch in der Architektur und zahlreichen Artefakten in der Kirche und auf dem Gelände sichtbar ist.Attachment 1k

In Kalifornien gibt es 21 Missionsstationen. Früher dienten sie auch als Schlafstätte für Reisende. Sie waren so angelegt, dass man nach einem Tagesmarsch sicher sein konnte, dass man eine Missionsstation erreichte, um dort wie gesagt Schlaf und Schutz vorzufinden. Recht praktisch, wenn man mal so überlegt.

Auf dem Gelände gab es einen wunderschönen Garten mit duftenden Rosen, Palmen und vielen Sukkulenten. Auch ein Friedhof mit einer sehr alten Feige war vorzufinden und eine schöne kleine Kirche.

Danach ging es endlich zur Schule. Wir konnten es kaum erwarten in das Highschoolleben einzutauschen und ein letztes Mal amerikanischer Schüler sein zu dürfen. Die Zeit verging viel zu schnell, sodass wir uns auch schon bald wieder bei Mrs McNay im Büro wiederfanden, die uns mit unglaublich tollen Geschenken eingedeckt hat. Wir sind jetzt von Kopf bis Fuß eingedeckt und alles natürlich von Bishop Diego. Darüber haben wir uns sehr gefreut und tragen die Sachen mit Stolz, denn wir gehören nun zu der Bishop Diego Familie. So wurde es uns gesagt, so wurden wir aufgenommen und so fühlen wir uns auch und das nach einer Woche! Es ist unglaublich! Wir sind einfach unheimlich dankbar für diese tolle Erfahrung und die Freundschaften, die wir schließen konnten. Die Lehrer haben sich auch sehr viel Zeit für uns genommen und uns Dinge erläutert, die und bis dato unbekannt waren. Vor allem natürlich was die technischen Begebenheiten an der Schule betrifft waren wir hin und weg. Die Erfahrung im TV Studio war phänomenal, wer erlebt sowas schon?! Wir danken an dieser Stelle allen, die diese Reise so unvergesslich für uns gemacht haben – DANKE!

Attachment 2kNachdem wir uns dann verabschiedet haben, sind wir zu dem alten Court House gefahren, wo auch heute noch Gerichtsverhandlungen stattfinden, aber auch Trauungen vollzogen werden. Es ist ein wirklich schöner Ort und wenn man den Turm erklommen hat, wird man mit einer 360 Grad Aussicht von Santa Barbara belohnt. So schön und übersichtlich vor allem. Santa Barbara hat nur 90.000 Einwohner und so war es auch ein leichtes, Sehenswürdigkeiten von da oben zu erkennen und das Meer und das Panorama zu genießen.

Die letzten freien Minuten verbrachten die einen am Strand, während die anderen noch nach letzten Souvenirs stöberten.Attachment 3k

Santa Barbara und Bishop Diego sind wirklich eine Reise wert! Wir können es nur empfehlen und hoffen sehr, dass noch sehr viele andere Mitschüler dieselben Erfahrungen sammeln können, denn für uns war es ganz sicher eines der schönsten Erlebnisse, die wir je machen durften.

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