Polenaustausch: 30 Jahre Freundschaft

 Am Nachmittag des 23.5.2019 verwandelte sich unser Pavillon in einen Festsaal denn es galt, 30 Jahre Austausch zwischen der ESS und der III LO im. Dabrowskiej - unserer Partnerschule in Plock - zu feiern.

Polen 2

 Frau Rajca und Frau Anders, die den Austausch im Moment betreuen, er├Âffneten die Feierstunde und dankten allen, die den Austausch seit ├╝ber 30 Jahren am Leben hielten.  Frau Wahnrau, die zusammen mit Frau Reiche im Jahre 1989 den Austausch ins Leben rief, berichtete ├╝ber die lustigen und schwierigen Momente dieser ersten Jahre - was nicht nur sehr kurzweilig war, sondern auch bewusst machte, wie wertvoll das Engagement der Kolleginnen in all den Jahren war und ist,  vor allem auch angesichts der Geschichte der  beiden V├Âlker.  Wie lebendig der Austausch heute ist, zeigten die beteiligten Jugendlichen, die mit Fotos und Informationen jeweils ihre Stadt vorstellten, wobei  unter den vorgestellten Lieblingsorten nicht nur Shops und Sportstadien, sondern auch Musen und Kirchen waren.

Polen 3

                                        Die jungen S├Ąngerinnen und S├Ąnger erwarten ihren Auftritt

 

Nat├╝rlich gab es auch musikalische Umrahmung durch Frau Lasaar und Frau Gudelke und den Chor der Klassen 5 und 6. Geschenke wurden ausgetauscht und es kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurs - die leckeren Jubil├Ąumstorten werden den Anwesenden noch lange in Erinnerung bleiben. Gru├čworte von Herrn Kaluza vom Deutschen Poleninstitut und Frau Schewe vom Amt f├╝r Interkulturelles und Internationales der Stadt Darmstadt beendeten den offiziellen Teil.

Polen 1

                                                    V├Âlker verbindende Torten                                 

 

"Nehmt Abschied Br├╝der" sang dann zum Schluss  der Chor der Klassen 5 und 6 in drei Sprachen und viele der Anwesenden sangen ber├╝hrt mit - aber dem Abschied soll bald ein neues "Willkommen" folgen.

Ein herzliches Dankesch├Ân an alle Kolleginnen beider Schulen, die so viele Jahre lang f├╝r den Austausch gearbeitet haben. Ehemalige TeilnehmerInnen berichteten von guten Freundschaften, die auf diese Weise entstanden, so dass heute auch ihre Kinder Teil des Austausches sind. Ein ebenso herzliches Dankesch├Ân geht aber auch an die Eltern, ohne dere Hilfe so ein Austausch nicht funktionieren kann.

Dzi─Ökuj─Ö bardzo - vielen Dank !
 
(kg)
 

Jubelfeier mit Partnerschaftstorten

Seit 30 Jahren Schüleraustausch Płock und Darmstadt

Auf dem Tisch stehen zwei Torten, eine mit schwarz-rot-goldener Dekoration, die andere mit rot-wei├čer, eine silberne 30 obendrauf und brennende Kerzen: Jubil├Ąumsfeier in der Edith-Stein-Schule. Seit 30 Jahren besteht die Schulpartnerschaft zwischen dem Darmst├Ądter Gymnasium und dem Liceumim. MariiD─ůbrowskiej im polnischen P┼éock - in ununterbrochener Verbundenheit.

1989 wurde der Sch├╝leraustausch ins Leben gerufen, angeregt durch die ein Jahr zuvor besiegelte St├Ądtepartnerschaft zwischen Darmstadt und P┼éock. Als in September 89 die ersten 18 Sch├╝lerinnen nach Polen starteten, waren die Grenzen noch nicht offen, ein paar Vorbehalte gab es schon, aber Initiatorin Lehrerin Kerrin Reiche hatte Neugier und Pioniergeist geweckt. Mit dem Leben ÔÇ×da dr├╝benÔÇť war man kaum vertraut, aber gut vorbereitet. 18 Stunden Zugfahrt, strenge Kontrollen, sp├╝rbar bereits die Nervosit├Ąt der Grenzer ÔÇô wenige Monate sp├Ąter waren die Mauern gefallen. ├ťberw├Ąltigend dann die Gastfreundschaft in den polnischen Familien. Im Mai 90 hatten die Darmst├Ądter Gelegenheit, sich f├╝r die Offenheit und Gro├čz├╝gigkeit der Gastgeber zu revanchieren. Die P┼éocker kamen erstmals hierher.

Die Lehrerinnen auf beiden Seiten waren sich einig: Es sollten Jumelage-Fahrten sein, die ├╝ber das Kennenlernen famili├Ąrer, schulischer Gegebenheiten und touristischer Schmankerln hinausgingen. Mit keinem Land wie Polen ist die Geschichte Deutschlands so eng verbunden. Deswegen sollte es bei jeder Fahrt historische, politische, wirtschaftliche, kulturelle Schwerpunkte geben. ├ťber 30 Jahre wurde dieses Anliegen konsequent verfolgt. Gemeinsamkeiten waren in den Partnerst├Ądten greifbar, Trennendes aber wurde keineswegs ausgespart.

F├╝r den Jubil├Ąumsnachmittag anl├Ąsslich des Besuchs der P┼éocker Gruppe hatten die deutschen Betreuerinnen Joanna Rajca und Christiane Anders ein stilvolles, buntes Programm zusammengestellt. Sehr h├╝bsch ein Bilderreigen, bei dem jeweils polnische und deutsche Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler ihren Lieblingsort in der Partnerstadt vorstellten. Dazu gab es einen launigen Festvortrag, der auf die Geschichte des Austauschs r├╝ckblendete und bilanzierte: Mehr als 700 M├Ądchen und Jungen hatten im Laufe der Jahre die Partner in der Schwesterstadt besucht, ein lebhafter, nachhaltiger europ├Ąischer Grenzverkehr mit vielen guten Erinnerungen.

Zur Jubelfeier geh├Ârten Gru├čworte von vielen Seiten, den polnischen Lehrerinnen Anna Wysocka Bijak und Ma┼égorzata Starzy┼äska, von Schulleiter Dr. G├Âbel, Elternvertretern, auch von Frau Schewe vom Amt f├╝r Interkulturelles und Dr. Kaluza vom Deutschen Polen Institut, die die Austausche ├╝ber viele Jahre unterst├╝tzt hatten.

Marianne Wahnrau