Pilgerreise nach Israel - Tag 7

20.1.2020

Schaut mal, leider konnte Marion uns heute auf unserem Weg nach Bethlehem nicht begleiten, weil sie ihr Business regeln musste. Die uns so unbekannte Stille in Bus wurde bis zur palästinensischen Grenze voll ausgeschöpft, was sich auch Tiefschlaf nennt, dann jedoch durch die sehr dominante Stimme der neuen Reiseleiterin unterbrochen (an Schlaf war dann nicht mehr zu denken).

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Nach ein kleinen Shoppingtour im Olivenholzcenter, die dann durch die Ăśberzeugungskraft und hervorragenden  Rabatte des Holzschnitzers (,,noch nen paar special prices abstauben”-Magnus) doch etwas ausatete, machten wir uns freudig singend auf den Weg zur Geburtskirche. Dort angekommen ĂĽberraschten uns die Menschenmengen nicht mehr, nachdem wir die groĂźe Völkerwanderung zum Jordan am Samstag hautnahe miterlebt  hatten und gaben uns daher freiwillig mit der Alternativlösung, der nebengelegenen Grotte, zufrieden, die („nach christlicher Tradition“) auch zur Geburtsgrotte gehört, wo wir gemeinsam ein Weihnachtslied trällerten.

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Unsere nächste Station  war unsere Partnerschule, das Collège Des Frères, wo wir nach der Ankunft  zunächst eine FĂĽhrung durch die Schule erhielten, zu der auch ein Kindergarten gehört in dem Kinder schon im Alter von 4 Jahren Englisch und Französisch lernen. Danach erhielten wir eine Präsentation ĂĽber Recycling in Palästina in Kooperation mit dem Erdkundekurs der 11./12. Klasse der ESS. Positiv war das Bestreben der SchĂĽler mehr auf Recycling zu achten zur Verbesserung der Umwelt, wofĂĽr sie selbst eine Umwelt-AG in der Schule grĂĽnden wollen. Dennoch mĂĽssen wir sagen, dass wir bei der darauffolgenden Busfahrt zum Kulturzentrum in Bethlehem negativ ĂĽberrascht und in gewissem MaĂź auch erschrocken waren, wie viel MĂĽll ĂĽberall am StraĂźenrand verteilt liegt. Die Umsetzung des Recyclings funktioniert demnach definitiv noch nicht.
Bei der Führung durch das Kulturzentrum wurde uns bewusst, wie stolz die Palästinenser darauf sind. Also ganz großes WOOOW.
Dann kamen wir zum eigentlichen Hauptteil des Tages: Wir wurden jeweils einem SchĂĽler zugewiesen, der uns mitnahm in seine Familie.

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Hier einige Gedanken dazu:

„FĂĽr mich war es eine einmalige Erfahrung in den Alltag der Palestinänser hineinzuschauen. Ich wurde sehr liebevoll und  nett von Mohammed’s Familie aufgenommen und es gab sehr leckeres Essen und darauf einen Erdbeershake mit Blick ĂĽber die Stadt Bethlehem. FĂĽr mich einer der schönsten Erlebnisse und unserer Reise!“
-Magnus Eisert

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,,Als es endlich in die Familien ging, war leicht befremdlich, dass sie sich alle nicht anschnallten. Nach 10 Minuten Fahrt waren wir dann angekommen, wo es nach  Gesprächen ĂĽber Familie und Deutschland typisch arabisches Essen (cabbage) gab, was erstaunlich lecker schmeckte und viel zu viel war. Dabei erzählte die Mutter, dass die Familie vor kurzer Zeit umgezogen war.
Danach gab es noch ein typisches Getränk (sahlab), was Milch als Hauptbestandteil hat.
Insgesamt war es ein gelungener Nachmittag mit freundlichen Menschen.”
-Chiara Philipp

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„Wir sind nachdem wir Darren zugeteilt wurden zu ihr nach Hause gelaufen. Dort haben wir ihre Eltern und ihre 2 Brüder kennengelernt, von denen wir sehr herzlich und nett empfangen wurden. Wir haben die ganze Zeit im Wohnzimmer und danach beim Essen mit ihnen geredet. Besonders interessant fanden wir dabei, wie sie uns von ihrer persönlichen Lage in Bethlehem und generell in den Besatzungszonen A bis C erzählt haben. Dadurch konnten wir uns ein viel besseres Bild vom alltäglichen Leben der Palästineser machen und haben beide Seiten und deren Meinungen kennengelernt.
Die Familie hatte extra Essen für uns gemacht, das uns sehr gut geschmeckt hat und mal was ganz anderes im Gegensatz zum deutschen Essen war. Die 2 Stunden sind unserer Meinung nach viel zu schnell vergangen und wir wären gerne noch länger geblieben! Vielleicht sehen wir Darren aber schon im Mai wieder, da sie dann eventuell mit der Schule nach Darmstadt kommt.”
-Hannah Weickert & Laura Bender

Zusammenfassend kann man sagen, dass es ein Tag voller neuer interessanter und schöner Begegnungen war. Wir freuen uns, Marion morgen wieder begrüßen zu dürfen, auch wenn unser Schlaf im Bus dann kürzer treten muss, wobei einige sehr gut bei ihrer meditativen Stimme einschlafen können.

Bis morgen!

P.S. Herr Kleins Koffer ist immer noch nicht da
P.P.S. Vielleicht kommt er morgen Abend, aber keine Garantie