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Schulschachwettkämpfe im Schuljahr 2019/2020

Im aktuellen Schuljahr tritt die Edith-Stein-Schule mit zwei Mannschaften im Hessischen Schulschachwettbewerb an. In der jüngsten Altersklasse wurde die erste Runde bereits am vergangenen Freitag im Schuldorf Bergstraße ausgespielt. Trotz hoher Motivation und viel Einsatz aller Spieler reichte es leider nicht für die Qualifikation zur nächsten Runde. Trotzdem war die Stimmung ausgezeichnet und die Mannschaft hat sich gefreut, ein Schachturnier mitspielen zu können. Für vier der fünf Spieler war es das erste Schachturnier.

Die Mannschaft in der höheren Altersklasse trat diesen Mittwoch zum Wettkampf an. Beim Heimspiel in der Edith-Stein-Schule waren drei Schulen aus Mörfelden, Langen und Bensheim zu Gast. Nach zwei Runden lag die Dreieichschule Langen mit zwei Siegen vor unserer Mannschaft mit einem Sieg und einem Unentschieden. Damit war die Dreieichschule bereits vorzeitig für den nächsten Wettkampf qualifiziert, während wir im direkten Vergleich in der letzten Runde zumindest 1,5 Brettpunkte für einen sicheren Qualifikationsplatz brauchten. Die letzte Runde ging mit ½ : 3½ gegen uns aus, aber weil auch Mörfelden gegen Bensheim nicht über ein 3 : 1 hinauskam, standen wir am Ende mit gleicher Mannschaftspunktzahl, gleicher Brettpunktzahl und einem Unentschieden im direkten Vergleich da. Dank der besseren Viertwertung reichte es aber dennoch für einen Qualifikationsplatz für die zweite Runde.

Das beste Einzelergebnis erzielte Alan Ginsburg mit 2½ : ½ Punkten an Brett 1.

 

20.1.2020/Jonas Tibke

18. Januar 2020

Heute ging es sehr früh los. Um halb 8 war Abfahrt mit gepackten Koffern und mit schwerem Herzen verließen wir Tabgha. Unser Ziel war Jerusalem, doch auf dem weg sahen wir noch vieles mehr. Unsere erste Station war Jericho, wo man Gewürze kaufen konnte und einige ein Kamel geritten haben, wir hatten einen schöne Aussicht auf den Berg der Verklärung.

 

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Danach machten wir uns zur Taufstelle Jesu auf. Dies gestaltete sich als schwierig. Dadurch dass ein orthodoxer Feiertag war,waren wir damit nicht alleine. Folglich standen wir 2h im Stau bis wir zur Taufstelle vorfahren konnten. Die Zeit vertrieben wir uns durch Tanzen und Singen. An der Taufstelle Jesu angekommen waren wir überwältigt von den Massen an Menschen, die sich an das Ufern des Jordan drängten. Nur schwer kamen wir ans Ufer des Flusses. Die religiösen Feierlichkeiten, dort abgehalten wurden lösten Euphorie bei den anderen Besuchern aus. Auf dem Weg zurück blieben wir fast in den Massen stecken.

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Danach fuhren wir nach Jerusalem weiter. Zuerst waren wir auf dem Ölberg um einen ersten Blick auf Jerusalem zu erhaschen. Dort waren wir auf einem jüdischen Friedhof. Schließlich machten wir uns zum Garten Getsemane auf, wo wir zum einen die bis zu 2000 Jahre alten Ölbäume bewundert haben und zum anderen die Dominus Flevit Kapelle besichtigt haben.

 

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Dann stand noch eine Besichtigung der Dormitio Abtei auf dem Zion an. Dort trafen wir auch auf Dominik, der der Patensohn von Frau Schumann ist. Er hat uns die Kapelle gezeigt, wo wir auch zusammen ein Lied angestimmt haben. AuĂźerdem beantwortete er uns Fragen ĂĽber Jerusalem und gab uns so einen genaueren Einblick in das Leben Jersualems. Danach liefen wir durch die Altstadt Jerusalems zum Ă–sterreichischen Hospiz. Dort bezogen wir dann unsere Zimmer und schlossen die Abend mit der Abendrunde.

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19. Januar 2020

Am Sonntag, dem 19.1.2020, wachten wir nach der ersten Nacht im Ă–sterreichischen Hospiz auf und frĂĽhstĂĽckten dort - unmittelbar im arabischen Viertel der Jerusalemer Altstadt. 

 

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Um 7:30 Uhr begannen wir unseren Reisetag mit dem Passieren der vielen kleinen arabischen Märkte hin zum Tempelberg, der heutzutage ein wichtiger Ort des Islams ist. Dort befindet sich die al-Aqsa-Moschee sowie der Felsendom, die beide zentrale Bauwerke und Gebetsorte der Moslems umfassen. Der Name „Felsendom“ ist auch ein deutsches Unikat, denn die Ăśbersetzung im englischen ist eigentlich „Dome of the Rock“, wobei der „Dome“ die Kuppel meint. 

 

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Als nächstes gingen wir zur Klagemauer („Western Wall“), dem höchsten jüdischen Heiligtum. Die Klagemauer besteht aus einem Stück der alten den Tempel umgebenden Stadtmauer. Wir hatten als Reisegruppe, die wie schon beim Zugang zum Tempelberg kontrolliert wurde, anschließend die Möglichkeit, selbst geschriebene Wünsche, Anliegen oder Botschaften auf kleinen Zetteln in die Mauer hineinzustecken.

Was heute ebenfalls auf der Agenda stand, war ein Besuch der internationalen Gedenkstätte inklusive dem Museum zum Holocaust Yad Vashem, etwas am Rand Jerusalems gelegen.

 

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Diese EindrĂĽcke waren sicherlich fĂĽr viele emotional, prägsam und zum Nachdenken anregend. Zuerst wurden wir durch die Ausstellung der ermordeten Kinder im Holocaust gefĂĽhrt, wo unter anderem die Namen der identifizierten Kinder allen Alters vorgelesen wurden. 

Es folgte das Hauptmuseum, in dem man durch den gänzlichen Verlauf der Geschichte in Europa gefĂĽhrt wurde - bis hin zur Massenvernichtung und der sogenannten „Endlösung“ der Juden. 

Die Bilder, Filme, Gegenstände und Texte, die wir dort gemeinsam ansehen konnten, waren erschĂĽtternd und bewegend. 

 

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Nach diesen Besuchen war dann Zeit fĂĽr Freizeit, das heiĂźt, dass wir die Möglichkeit hatten, in kleinen Gruppen die Altstadt Jerusalems zu erkunden und die arabischen Märkte zu besuchen. Dabei besuchten wir alle möglichen Läden und kauften auch gleich ein paar Souvenirs ein, nachdem wir zuvor das orientalische Restaurant gegenĂĽber unserer Unterkunft austesteten. 

Abends trafen wir uns wieder, um Abend zu essen und den heutigen Tag zu reflektieren.

17. Januar 2020

 

Am Freitag dem 17. Januar haben wir uns früh morgens um 7.30 Richtung Haifa auf den Weg gemacht. Dort sind wir erst auf einen Berg gefahren, von dem man eine gute Aussicht auf die Baha’I Gärten und die Stadt sowie den Hafen hatte. Von dort aus ging es dann weiter zu der Kirche „Stella Maris“, die das Hauptkloster der Karmeliten ist. Zudem ist eine der vier später heilig gesprochenen Karmelitinnen Edith Stein, die auch in der Kirche auf einer der vier Säulen verewigt wurde.

 

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Anschließend ging es dann zu unserer Partnerschule dem „Leo Baeck Institut“, in der wir herzlich von einigen Schülern und Lehrern mit Keksen und Kaffee empfangen worden sind. Unter den Lehrern war der Schulrabbi, der uns über die Reformjuden informiert hat und uns dann sogar seine Synagoge gezeigt hat. Diese war ein großer Kontrast zu der Synagoge, die wir am Vortag in Sufed gesehen hatten, da die Synagoge komplett anders aufgebaut war. Bei den Reformjuden sind die Frauen nämlich anders als bei den Orthodoxen gleichgestellt, sie sitzen also nicht getrennt von den Männern und dürfen auch eine Kippa tragen und aus der Tora lesen. Dementsprechend haben sie sogar auch eine Bar Mitzwa. Die Synagoge hatte also keinen extra „Balkon“ für die Frauen, die Bänke waren eher wie in einem Kinosaal aufgebaut. Sehr interessant an der Synagoge war, dass sie sehr durch deutsche Einflüsse geprägt war, weshalb Relikte aus der Nazizeit in ihr verbaut wurden, wie z.B. eine Tora aus Deutschland, die den Holocaust überstanden hat und eine Schiene die damals nach Auschwitz geführt hatte. Dies sollte daran erinnern, dass diese schlimme Zeit für die Juden zum Glück vorbei ist.

 

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Neben diesem Rabbi haben wir auch einen Israeli kennenlernen dürfen, der Eltern aus Darmstadt hatte, die kurz vor seiner Geburt nach Israel geflüchtet sind. Er ist inzwischen 80 Jahre alt, aber reist trotzdem regelmäßig nach Darmstadt, weshalb seit Jahren ein guter Kontakt zu unserer Schule besteht. Es war sehr eindrucksvoll wie er uns aus seinem Leben erzählen konnte.


Daraufhin ergriffen die SchĂĽler das Wort. Erst gab es eine Art Speeddating, währenddem man gut ĂĽber verschiedene (vorgegebene) Themen ins Gespräch kommen konnte, dann mussten wir mit hebräischen Worten Sketche vorbereiten um sie der Gruppe vorzustellen. Zuletzt sollten wir unseren Namen auf eine kleine Karte schreiben und die israelischen SchĂĽler haben unseren Namen dann auf hebräisch auf diese geschrieben.  Dabei war es sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich unsere Sprachen und Schriften sind.

 

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Schließlich hatten wir noch eine Führung durch die sehr moderne Schule, wobei wir gemerkt haben, dass diese sehr viel größer ist als unsere. Beispielsweise hat sie ein eigenes Schwimmbad, wobei die Terasse mit dem Blick aufs Mittelmeer das Beneidenswertere war.


Nach dem Schulrundgang gab es leckeres israelisches Essen (Fladenbrot mit Falafel), bevor es dann wieder in den Bus zur Weiterfahrt nach Nazareth ging. Dort haben wir die Verkündigungskirche besichtigt, bei der besonders herausstechend war, wie viele verschiedene Länder beim Bau mitgewirkt haben, was man beim Anblick der vielen Mosaike die für die unterschiedlichen Länder standen sehen konnte.


Nach der Besichtigung sind wir wieder nach Tabgha in unser Pilgerhaus gefahren, wo wir nach dem Abendessen unseren Tag reflektiert haben.


Lena & Lilli