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Der Astronaut Alexander Gerst an der ESS

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Am Montag, 2. Februar 2015, hatte die Edith-Stein-Schule einen prominenten Gast: Astronaut Alexander Gerst war der Einladung der Bundestagsabgeordneten Brigitte Zypries an die Edith-Stein-Schule gefolgt. Die Gro├če Halle war komplett gef├╝llt, mit Sch├╝lern aus Darmstadt und Umgebung, vor allem aber Edith-Stein-Sch├╝lern.

Nach einem kurzen Film zu Beginn berichtete Alexander Gerst unterhaltsam, aber auch nachdenklich machend ├╝ber seine 165 Tage w├Ąhrende ÔÇ×blue-dot-Mission" auf der Internationalen Raumstation (ISS). Der Name der Mission r├╝hrt von einem aus dem Jahr 1990 stammenden Foto der Voyager-Sonde her, auf dem die Erde lediglich als kleiner blauer Punkt im Weltall zu sehen ist.

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Eineinhalb Jahre lang hatte sich Gerst auf den Aufenthalt im All vorbereitet. Am 28. Mai 2014 hob er gemeinsam mit zwei anderen Astronauten in einer Sojus-Kapsel ab. Nach sechseinhalb Stunden Reisezeit war das Ziel erreicht: die mit einer Geschwindigkeit von 27600km/h in einer H├Âhe von 400km um die Erde kreisende ISS. Eine Erdumdrehung der ISS dauerte etwa eineinhalb Stunden. Insgesamt f├╝hrte die ISS w├Ąhrend Gersts Aufenthalt ├╝ber 2500 Erdumdrehungen aus und legte dabei ca. 110 Millionen Kilometer zur├╝ck.

An Bord hatte Alexander Gerst einen eng getakteten Stundenplan. Unter anderem war er an verschiedenen Experimenten in der Schwerelosigkeit beteiligt, darunter humanphysiologische Forschungen und materialwissenschaftliche Untersuchungen.

Die Sch├╝ler erfuhren viel ├╝ber das Leben an Bord der Raumstation, die etwa so gro├č ist wie eine Boeing 747. Unbequem war f├╝r Gerst das Bett, auf dem er nachts angeschnallt war; unproblematisch war hingegen die Benutzung der Toilette. Das Essen auf der ISS war nicht unbedingt nach Gersts Geschmack (z.B. fehlten Pizza und Burger). Auch das Fitnesstraining auf einem an der Wand befestigten Laufband war ungewohnt.

Die Zusammenarbeit mit den Kollegen war ├╝ber Sprach- und Landesgrenzen hinweg unproblematisch. Ein besonderer Triumph war f├╝r Gerst nat├╝rlich der Gewinn des Weltmeistertitels durch die Deutsche Fu├čball-Nationalmannschaft, den die Astronautencrew an Bord live verfolgen konnte.

Besonders faszinierend f├╝r den Astronauten war der Blick auf die Erde. Viele einmalige Fotos entstanden. Von der ISS aus besonders gut sichtbar ist der Einfluss des Menschen auf unseren Planeten: Unz├Ąhlige elektrische Lichter bei Nacht, Rodungen der Regenw├Ąlder am Amazonas, riesige ├ľlf├Ârderstellen in den USA. Besonders bedr├╝ckend f├╝r Gerst war hierbei die n├Ąchtliche Sicht auf Israel und den Gaza-Streifen, wo der Abwurf der Raketen sehr gut sichtbar war.

Der lebendige Vortrag des Astronauten fesselte die Sch├╝ler ├╝ber eine Stunde lang. Auch anschlie├čend antwortete er ausf├╝hrlich auf Sch├╝lerfragen und war danach f├╝r jeden Foto- und Autogrammwunsch zu haben.

Als Geschenk erhielt die ESS ein gerahmtes und signiertes Emblem, das auf der Raumfahrtmission mit dabei war. Die ESS-Sch├╝ler werden es bald im Schulgeb├Ąude bewundern k├Ânnen.

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ESS Physiker mit Herrn S├╝├č und Alexander Gerst

Bericht im Darmst├Ądter Echo

ESS sehr erfolgreich im Mathewettbwerb

Am diesj├Ąhrigen hessenweiten Mathematikwettbewerb der 8. Klassen haben 130 Edith-Stein-Sch├╝ler teilgenommen. Die Klassen erreichten eine durchschnittliche Punktzahl von 35,8 Punkten, was einen Notendurchschnitt von 1,98 ergab. Wir gratulieren unseren Achtkl├Ąsslern zu diesem hervorragenden Abschneiden! Das Ergebnis konnte damit im Vergleich zumVorjahr nochmals gesteigert werden.

Am Donnerstag, 18.12.2014, wurden die f├╝nf Schulsiegerinnen und Schulsieger f├╝r ihre Leistungen von Schulleiter Dr. Manfred G├Âbel geehrt. Anna Diwo, Lisa Schreibwei├č, Sophie Gaida, Till Fehling und Malte Kramp haben mit 47 bzw. 46,5 von 48 m├Âglichen Punkten Spitzenleistungen erzielt und sind f├╝r die zweite Runde des Wettbewerbs im M├Ąrz 2015 qualifiziert.

 

SchulsiegerMWett2014-15B

 

Wir gratulieren herzlich und dr├╝cken die Daumen f├╝r die n├Ąchste Runde !

 

Der Technik-Kurs der ESS war an den ersten zwei Freitagen nach den Weihnachtsferien in der Metall-Ausbildungswerkstatt der Fa. Merck zu Gast. Aufgabe f├╝r die Sch├╝ler war es, einen Briefbeschwerer aus Metall mit Grundplatte und aufgeschraubtem Spielzeug-W├╝rfel herzustellen. Unter der Leitung des Ausbildungsleiters Herrn Merz und tatkr├Ąftiger Unterst├╝tzung durch drei Auszubildende der Fa. Merck gingen die Sch├╝ler/innen sehr eifrig zu Werke. Mit zwei Doppelstunden war die zur Verf├╝gung stehende Zeit auch recht knapp bemessen.

Technik Merck 2

 

Zun├Ąchst musste die Grundplatte des Briefbeschwerers auf Ma├č gefeilt und angefast werden. Dann wurden die 21 Messingstifte in vorbereitete Bohrungen am W├╝rfel eingeschlagen. ├ťberstehende Stifte wurden gro├čz├╝gig abges├Ągt und dann auf die W├╝rfelfl├Ąche heruntergefeilt. Zum Verbinden von Grundplatte und W├╝rfel mussten die Sch├╝ler/innen schlie├člich von Hand ein M4-Gewinde in den W├╝rfel schneiden. Wem noch Zeit blieb, der konnte die W├╝rfeloberfl├Ąche mit Schmirgelpapier polieren, bevor man den W├╝rfel schlie├člich auf die Grundplatte montierte.

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Jeder der Sch├╝ler/innen durfte seinen Briefbeschwerer stolz mit nach Hause nehmen. Der Firma Merck, insbesondere Herrn Merz, Herrn Richter und Herrn Dr. Koppe nochmals herzlichen Dank f├╝r die Organisation und Durchf├╝hrung dieses Kurzpraktikums.

Hans S├╝ss

Zum zweiten Mal erm├Âglichte es uns die Graduiertenschule "Computational Engineering" sowie der Studienbereich Informationstechnik der TU Darmstadt in diesem Jahr, mit unserem Technik-Kurs an der Workshop-Reihe ÔÇ×Green City" teilzunehmen. An insgesamt f├╝nf Freitagnachmittagen waren wir mit insgesamt 28 Teilnehmern zu Gast an der TU Darmstadt.

Am ersten Termin stellte uns Herr Markus Lazanowski zun├Ąchst den Studiengang "Computational Engineering" vor. Dabei wurde auch reichlich f├╝r unser leibliches Wohl gesorgt. Herr Sebastian Beck teilte uns dann die Spielregeln des Szenarios ÔÇ×NeXT Lego Mindstorms Labor" mit, mit denen wir uns an den folgenden vier Terminen auseinandersetzen sollten. Es galt, mit selbstgebauten Robotern verschiedene Aufgaben zu l├Âsen. Unsere Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler wurden in zwei Teams untererteilt, um verschiedene Problemstellungen rund um die ÔÇ×Green City" im Wettbewerb gegeneinander anzugehen. So sollten sie eine Stadt mit umweltfreundlicher Energie versorgen, eine Windkraftanlage aktivieren, ein Loch in einem Staudamm schlie├čen und einen verru├čten Schornstein durch einen neuen sauberen ersetzen. Au├čerdem mussten M├╝lltonnen eingesammelt und entsorgt sowie eine Solaranlage auf einem Dach platziert werden. Besondere R├╝cksicht sollte auf eine Blumenfrau genommen werden, die auf dem Spielfeld sa├č und nicht umgefahren werden durfte. Ab dem zweiten Termin wurde also kr├Ąftig konstruiert und programmiert, unsere Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler teilten sich die Aufgaben auf, an den folgenden Nachmittagen gab es viel f├╝r uns zu tun.

 

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Jedem Team wurden vier Roboterbauk├Ąsten zur Verf├╝gung gestellt, die mit ÔÇ×LEGO Technic"-Bauteilen, einem programmierbaren LEGO-Stein ÔÇ×NXT" sowie verschiedenen Motoren und Sensoren ausgestattet waren. Handwerkliches Geschick war f├╝r uns bei der Konstruktion der Roboter ebenso notwendig wie kombinatorische und logische F├Ąhigkeiten beim Programmieren. Durch die gemeinsame Teamarbeit konnten wir trotz der knappen Zeit die geforderten Aufgaben gut vorbereiten.

 

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Unsere beiden Teams traten am letzten Projekttag im Wettbewerb gegeneinander an. Als G├Ąste begr├╝├čten wir Herrn Dr. Hans Reiffert und Herrn Joachim Hahn von der Edith-Stein-Schule, Herrn Adrian Weber und als Fotograf Herrn Thomas Ballenthin von der TU Darmstadt. Herr Beck fungierte als fairer Schiedsrichter und musste dabei einige knifflige Entscheidungen treffen. Gewinner war das Team, das von den sechs gestellten Aufgaben die meisten l├Âste. Dabei durfte man sich insgesamt nur vier Fehlversuche leisten. ÔÇ×Team Johnny" gewann mit vier gel├Âsten Aufgaben schlie├člich knapp vor ÔÇ×Team 42", das drei Aufgaben bew├Ąltigen konnte. Allen Teilnehmern wurde bei der Siegerehrung eine Teilnahme-Urkunde sowie eine Kaffeetasse der TU als kleiner Preis ├╝berreicht.

Auch in diesem Jahr haben wir mit viel Freude und Enthusiasmus an diesem Workshop teilgenommen. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals bei der Graduierten-Schule CE, dass sie uns auch trotz der hohen Teilnehmerzahl diese Veranstaltung erm├Âglicht haben. Unser besonderer Dank geht an Frau Dr. Melanie Gattermayer f├╝r die Organisation im Vorfeld, an Herrn Markus Lazanowski und besonders an Herrn Sebastian Beck f├╝r die hervorragende Betreuung dieses Projekts.

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Hans S├╝ss (Technik-Kurs)