Schulleben

News

Auch in diesem Jahr fand wieder ein Sommerkonzert in der ESS unter der Beteiligung des Sinfonieorchesters, der Big Band, des Blasorchester, der Ballett-AG und des Oberstufenchores statt.

Einige Impressionen aus dem Konzert:

Orchester

Ballett

Chor2

 

Der Artikel in Echo Online ist hier zu finden.

 

Jugend trainiert fĂŒr Olympia - ESS im Landesfinale

Foto LA

 

Am Mittwoch, 16.7. fand in Fulda das Landesfinale in der Leichtathletik statt. Unsere MĂ€dchenmannschaft konnte in der Wettkampfklasse II (Jg. 1997-2000) , trotz Verletzungspech, unter den acht besten hessischen Schulmannschaften einen guten sechsten Platz erreichen. Herzliche GlĂŒckwĂŒnsche an alle SchĂŒlerinnen und vielen Dank fĂŒr das hervorragende Engagement!

 

Die Mannschaft wurde von Frau Stallenberger und Herrn Tschiedel betreut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Mittwoch, den 16.7.2014 um 8:00 Uhr haben wir, eine Gruppe von etwa 40 SchĂŒlern aus den Klassen 10 und 11 gemeinsam mit Frau Anders, Frau Wagner und Herrn Kluck unsere Besinnungstage in einen kleinen Ort in Frankreich namens TaizĂ© angetreten, der auf einer normalen Landkarte nicht einmal zu sehen ist.

 

Nach der etwa 7-stĂŒndigen Fahrt waren noch nicht alle aus dem Bus ausgestiegen, da begrĂŒĂŸten uns schon ein paar Jugendliche aus Hamburg. Wir merkten sofort, dass hier eine ganz andere AtmosphĂ€re herrscht, als wir es in Deutschland gewohnt sind.

 

Zu Beginn wurden wir von einer jungen Frau empfangen, mit den Regeln vertraut gemacht und gleich ein paar freiwilligen Arbeiten wie KĂŒchendienst und MĂŒll einsammeln zugeteilt.

Danach durften wir einen Teil des Zeltplatzes beziehen und unsere Lager aufschlagen.

Viel Zeit blieb dann nicht mehr, da es um 19:00 Uhr Abendessen und im Anschluss um 20:30 Uhr das Abendgebet gibt.

 

Das Essen wird in der Regel von Jugendlichen ausgeteilt. Man bekommt ein Tablett, ein SchĂ€lchen fĂŒr Wasser, einen Teller mit Essen, Brot, einen kleinen Nachtisch und Obst. Morgens steht jedem ein Brötchen mit Butter, zwei StĂŒckchen Schokolade und entweder Tee oder Kakao bereit. ZunĂ€chst mag es ungewohnt sein, dass es kein Besteck gibt und auch zu den anderen Mahlzeiten liegt nur ein Löffel bei, aber nach etwas Übung stellt das kein Problem mehr dar.

 

Taize Zelt

Das erste Gebet in TaizĂ© am Abend war dann wirklich etwas besonderes, zumindest fĂŒr die, die zum ersten Mal dort waren. Allein schon die Kirche ist ganz anders als die meisten von uns es in Deutschland kennen – man sitzt auf dem Boden und Schultern und HĂŒften sind zu bedecken. Die Mönche haben in der vorderen Mitte einen Platz fĂŒr sich, aber auch diese knien oder sitzen auf kleinen BĂ€nkchen.

 

Die AtmosphĂ€re ist nicht vergleichbar mit einem „normalen“ Gottesdienst und anstatt einer Predigt wird fĂŒr ungefĂ€hr 10 Minuten Stille eingehalten. Sehr beeindruckend war, dass dies mit rund 2500 anwesenden Personen tatsĂ€chlich funktioniert hat.

Die Lieder, die gesungen werden, sind eher kurz und werden sehr oft wiederholt, was aber ĂŒberhaupt nicht nervig oder langweilig ist, sondern ganz im Gegenteil sehr beruhigend und entspannend auf uns wirkte.

 

Jetzt fragt ihr euch aber bestimmt, wie ein Gottesdienst mit 2500 Menschen aus verschiedenen LĂ€ndern gehalten werden kann? FĂŒr dieses Problem gibt es eine ganz einfache Lösung. Der Bibeltext wird meistens in Französisch und in Englisch vorgelesen und eine Art Zusammenfassung noch mal in so ziemlich jeder Sprache, die dort vertreten ist. Die Lieder werden in verschiedenen Sprachen gesungen, d.h. wenn z.B. ein polnisches Lied gesungen wird, man aber kein polnisch kann, dann hört man sich einfach an, wie es gesungen wird und macht dann mit.

 

Nach dem Abendgebet besteht die Möglichkeit, in der sich langsam leerenden Kirche zu bleiben und weiter zu singen, was sehr schön sein kann; viele haben sich aber auch noch im Oyak getroffen – hier wird gemeinsam Musik gemacht, getanzt, gespielt und gesungen. Auch bietet sich hier im dazugehörigen Kiosk die Möglichkeit an, GetrĂ€nke oder eine Kleinigkeit zu essen zu kaufen, und das zum Selbstkostenpreis, also weitaus gĂŒnstiger als im Supermarkt.

 

Am nĂ€chsten Tag konnten wir dann den gesamten Tagesablauf mitmachen. Hierbei gab es zuallererst das Morgengebet um 08:15 Uhr und anschließend das FrĂŒhstĂŒck. Um 10:00 Uhr wurden wir zunĂ€chst von einem Bruder anhand eines Bibeltextes in den Tag eingeleitet. Anschließend wurden wir in z.T. internationale Gruppen von etwa 6-8 Personen eingeteilt, mit denen wir uns zuerst ĂŒber den bereits erhaltenen Bibelauszug und die hierzu aufgelisteten Fragen unterhalten und schließlich, falls Lust bestand, Spiele gespielt haben.

 

Taize Diskussion

Um 12:20 Uhr gibt es dann ein Mittagsgebet mit anschließendem Mittagessen.

Nachmittags kann man noch mal in den Kleingruppen zusammen kommen und kann reden, eine Stille einhalten oder sich anderweitig beschÀftigen.

Gegen 17:15 wird Tee ausgegeben; wir haben uns hierzu immer gemeinsam mit unseren Betreuern getroffen, um Fragen stellen oder gegebenenfalls Probleme lösen zu können.

SpÀter kamen wir dann wie am Tag zuvor zum Abendessen und Abendgebet zusammen. So sahen im groben unsere verbliebenen 3 Tage aus.

 

Zwischen all diesen festgelegten Zeiten hat man auch viel Zeit fĂŒr sich, die man nutzen kann, um sich in der den ganzen Tag geöffneten Kirche zu entspannen oder zu lesen, mit Freunden oder neuen Bekannten zusammen zu sitzen, gemeinsam mit anderen Interessenten zum EinĂŒben der GesĂ€nge zu treffen, auf Veranstaltungen verschiedener LĂ€nder zu gehen oder den Aufgaben, zu denen man eingeteilt war, nachzugehen.

 

Wem die Ruhe in der Kirche nicht genĂŒgt, sollte unbedingt den zum GelĂ€nde gehörenden See aufsuchen. Die 10 Minuten Fußweg lohnen sich – das Wasser ist in seiner NatĂŒrlichkeit unberĂŒhrt und durch das Schwimmverbot steht der Besinnung nichts im Wege.

 

NatĂŒrlich ergeben sich auch Gelegenheiten, um sich zu duschen. Die BĂ€der befinden sich nur ein paar Meter von den Zelten entfernt und meist braucht man weder fĂŒr die Toiletten noch fĂŒr die Duschen zu warten, da es genĂŒgend gibt. Auch sind diese meist einigermaßen sauber – schließlich gibt es in den Gruppen auch Dienste, denen diese nachzugehen haben, und hierzu gehört eben auch, die BĂ€der sauber zu halten.

 

Generell, und hierin besteht ein wohl sichtbarer Unterschied zum Alltag, achtet in TaizĂ© aber auch niemand so pingelig wie sonst auf sein Äußeres. Die große Mehrheit der MĂ€dchen lĂ€uft ungeschminkt herum und auch eine gemĂŒtliche Jogginghose sollte im GepĂ€ck nicht fehlen. Auch bleibt das Handy meist in der Tasche, und so abschreckend dies fĂŒr den einen oder anderen klingen mag, haben wir nur positive Erfahrungen damit gemacht.

 

Am Samstagnachmittag nach dem Tee wurde unsere deutsche Gruppe zu einem GesprĂ€ch mit Bruder Georg, der aus Deutschland stammt, eingeladen. Dieser hat uns ĂŒber sein Leben in der BrĂŒdergemeinschaft erzĂ€hlt, was uns alle sehr beeindruckt hat, und wir durften ihm Fragen stellen. Der Gottesdienst an diesem Abend erwies sich als noch gemĂŒtlicher als die bisher erlebten: Alle bekamen eine Kerze und als diese schließlich alle am brennen waren, ĂŒberkam einen eine ungewohnte Behaglichkeit.

 

Am Sonntag mussten wir erst mal unser GepĂ€ck zusammen rĂ€umen und unsere Zelte abbauen, was uns durch den strömenden Regen leider etwas erschwert wurde. Als dies aber geschafft war, konnten wir uns mit einem FrĂŒhstĂŒck stĂ€rken. Nach dem Sonntagsgottesdienst um 10:00 Uhr haben wir TaizĂ© dann verlassen. Als Andenken fĂŒr Zuhause eignen sich die von den BrĂŒdern selbst hergestellten Ketten oder Postkarten, die es in einem kleinen Laden zu kaufen gibt.

 

Taize Kirche

Drei Gottesdienste am Tag mag sehr viel klingen, zumal einige wohl „nur“ an Weihnachten in die Kirche gehen, doch hierbei sollte man auf keinen Fall zu schnell urteilen und sich auf diese einmalige Erfahrung einlassen. Vergleichbar sind diese nĂ€mlich nicht mit denen, die wir kennen und wenn jeder mitmacht und von allen Seiten her singende Stimmen ertönen, merkt wohl jeder, dass Gottesdienste hier Freude bereiten.

 

Insgesamt kann man sagen, dass TaizĂ© auf jeden Fall eine Erfahrung wert ist und nicht so einfach mit Worten beschrieben werden kann. Diese AtmosphĂ€re und das GefĂŒhl einer Gemeinschaft, obwohl man sich nicht kennt, ist unbeschreiblich. Jeder spricht jeden an, man hilft sich gegenseitig und interessiert sich fĂŒr seine Mitmenschen. Auch kann es spannend sein, Personen aus anderen LĂ€ndern kennen zu lernen – z.T. reisen diese nĂ€mlich von weit her an. Ein solches GefĂŒhl wo anders zu finden, kann sehr schwer sein, aber in TaizĂ© ist es völlig normal. Wir denken, dass genau das das besondere an diesem kleinen, behaglichen Ort ist, der sich so weit weg vom Alltag befindet und dass dies der Grund ist, weshalb jĂ€hrlich so viele Jugendliche und auch Erwachsene TaizĂ© aufsuchen. Es gibt wohl kaum eine bessere Gelegenheit, um zu sich selbst und zu anderen Menschen zu finden und viel ĂŒber sich, ĂŒber unseren Glauben und das Zusammenleben mit anderen zu lernen.

 

Sophie und Kathrin

Der Preis ist heiß

Zwei Landespreise beim Europa-Wettbewerb fĂŒr die ESS

Eu-Wettbewerb 2014

WĂ€hrend es am 18.7.2014 an der ESS hitzefrei gab, erhielten Victoria Krumpholz und Marlene Rachor, beide Kl. 7a im kĂŒhlen Festsaal des RP Darmstadt heiße Preise, wo sie als LandespreistrĂ€gerinnen des 61. EuropĂ€ischen Wettbewerbs 2014 geehrt wurden. Unter dem Motto „Wie wollen wir leben in Europa?“ hatten sie zwei kreative Reisegeschichten geschrieben, die aus rund 6000 hessenweit eingereichten Arbeiten ausgewĂ€hlt wurden. Sie hatten die doppelte Gewinnchance genutzt und wurden fĂŒr ihre Arbeiten zunĂ€chst mit sehr guten Deutschnoten und schließlich bei der Siegerehrung mit Urkunden und BĂŒchern belohnt. In der Feierstunde mit klassischer Musik und Festreden erlebten sie im Beisein von Familienmitgliedern PrĂ€sentationen, Poster und Pressefotos. Infos zum nĂ€chsten Europa-Wettbewerb findet man hier. Zum Erfolg bei einem der bedeutendsten SchĂŒlerwettbewerbe in Deutschland herzlichen GlĂŒckwunsch, Victoria und Marlene!

KT