Schulleben

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PrĂ€sentation der „Business At School”-AG an der Edith-Stein-Schule

 

Am Donnerstag, den 6. Februar 2014, fand in Groß-Gerau vor einer hochkarĂ€tig besetzten Fachjury die zweite PrĂ€sentationsrunde der „Business At School“-AG statt.

Bei „Business At School“ handelt es sich um einen von der Boston Consulting Group ins Leben gerufenen Wettbewerb, der sich zum Ziel gesetzt hat, SchĂŒlern der Jahrgangsstufen 10 und 11 praxisnah Wirtschaftswissen zu vermitteln. Seit 2012 ist auch die ESS dabei, in diesem Jahr in einer Kooperation mit der PrĂ€lat-Diehl-Schule Groß-Gerau. Jeden Dienstag, aber auch in ihrer Freizeit, arbeiten drei SchĂŒlerteams in dieser AG mit Feuereifer daran, die GeschĂ€ftsmodelle großer und kleiner Unternehmen zu verstehen und in PrĂ€sentationen darzustellen. UnterstĂŒtzt werden sie dabei von dem PW-Lehrer Herr Hill sowie den Betreuern Frau Rahner, Frau Windeck, Herr Kaiser und Herr Weiden (alle von der Merck KGaA), Herr Zarnke und Herr Ehrsam (beide von der Commerzbank AG)

Nachdem in der ersten PrĂ€sentationsrunde im November 2013 börsennotierte Unternehmen dargestellt worden waren, waren nun in der zweiten Runde kleine lokale Unternehmen an der Reihe, vom Copy-Shop ĂŒber die Konditorei bis hin zu einem Bestattungsunternehmen.

Die fachkundige Jury fragte nicht nur kritisch nach, sondern gab den Teams auch ein sehr differenziertes Feedback, wobei diejenigen Jurymitglieder, die schon bei der ersten Runde dabei waren, immer wieder auf die großen Fortschritte, die die SchĂŒler seit der ersten PrĂ€sentationsrunde gemacht haben, hinwiesen. Zurecht! Gewonnen hat letztlich die Gruppe „B@-Men“ (Robert Becker, Jonas Herzog,Patrick Hutter, Johannes Röhrig), die eine Bensheimer Konditorei analysiert hat.

Voraussichtlich Ende April kommt es zum großen Finale: Dann stellen die Teams eine eigene GeschĂ€ftsidee samt Marketing-Plan dar - und der Schulsieger, der die ESS beim Regionalentscheid vertreten soll, wird gekĂŒrt!

B AT SCHOOL AG 2014

Die "Business At School" AG 2014

(Text und Foto: HI)

 

Schulförderung : MERCK unterstĂŒtzt Fachschaft Biologie

Im Biologieunterricht der Oberstufe wird – vor allem im Themenbereich Cytologie – mikroskopiert. Da die bisherige Mikroskop-Ausstattung der Schule in die Jahre gekommen war, hat uns die Firma MERCK im Rahmen ihrer Schulförderung die Anschaffung von 16 neuen SchĂŒlermikroskopen finanziert. Die SchĂŒler freuen sich, nun mit den leistungsstarken GerĂ€ten arbeiten zu können. Mit Hilfe des ebenfalls angeschafften Lehrer-Mikroskops können ĂŒber einen Beamer biologische Details und auch biochemische Prozesse (z.B. Plasmolyse) fĂŒr die ganze Klasse sichtbar gemacht werden. Wir danken Frau Dr. Jansen von der Schulförderung fĂŒr ihre großzĂŒgige UnterstĂŒtzung! (Foto:bm)

NeueMikroskope

Edith-Stein-SchĂŒler bei der 3. Auswahlrunde der Physik-Olympiade

Marvin Gajewski, Jakob Staab und Martin Staab aus dem Physik-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12 von Herrn Seeger hatten sich fĂŒr die 3. Runde der Internationalen Physik-Olympiade qualifiziert. Sie stellten damit die HĂ€lfte des Teilnehmerfeldes aus ganz Hessen!

In der ersten Februarwoche 2014 fand die 3. Runde am Deutschen Institut fĂŒr Luft- und Raumfahrt in Göttingen statt. Insgesamt nahmen dort 52 SchĂŒler aus ganz Deutschland teil. Zu bewĂ€ltigen waren zwei theoretische und zwei experimentelle Klausuren. Die theoretischen Klausuren deckten alle Themen der Physik ab. In dem Experimentalteil ging es um Bestimmung einer quantenphysikalischen Konstanten, des Planckschen Wirkungsquantums, mit Hilfe der Kennlinie einer Diode und um die Ermittlung der Stoßdauer zweier Kugeln. Zudem gab es ein interessantes Rahmenprogramm. Wir gratulieren unseren SchĂŒlern mit thematisch passenden Buchgeschenken.

SiegerPhysikOlympiade

(Foto: sg)

Israelreise 2014

Das erste, was wir von Israel aus dem Flugzeug sehen, ist die Skyline Tel Avivs, die entlang des dĂŒnnen KĂŒstenstreifens in den Himmel wĂ€chst. Ganz gewöhnlich wirken diese grauen HochhĂ€user zunĂ€chst. Erst als wir kurze Zeit spĂ€ter im Bus sitzen und die ersten Palmen an uns vorbei ziehen, die Hitze sich langsam staut, obwohl es draußen schon dunkel wird, erst als vor den Fenstern auf einmal eine riesige weiße Kugel auftaucht, die tatsĂ€chlich der Vollmond ist, erst da beginnen wir langsam zu realisieren, dass wir an einem ganz anderen Ort gelandet sind.

 

1-Gidi-klein

Das Pilgerhaus in Tabgha, in dem wir mĂŒde ankommen, ist ein Paradies fĂŒr sich. OrangenbĂ€ume vor dem Fenster, exotisch bunte Vögel, der Sonnenaufgang ĂŒber dem See Genezareth, fĂŒr den wir uns sogar frĂŒher aus dem Bett quĂ€len, FrĂŒhstĂŒcksbuffet, Grapefruchtssaft, nicht zuletzt freies W-lan, das SchĂŒler und Lehrer beglĂŒckt.

Am nĂ€chsten Morgen, der frĂŒh beginnt, prasselt Haifa mit EindrĂŒcken auf uns ein – unser israelischer ReisefĂŒhrer Gidi scheint alles zu wissen, was es ĂŒber dieses Land zu wissen gibt, ĂŒber die Botanik, bis hin zur Geschichte, zur Wirtschaft, zur politischen Tageslage und ist zudem gewillt uns so viel wie möglich ĂŒber seine geliebte Heimat beizubringen. Gleichzeitig verlangt die Altstadt Haifas mit ihren alten GebĂ€uden und GĂ€rten vor den Busfenstern nach unsere Aufmerksamkeit.

 

2-Haifa-kleinWir halten vor der Leo Baeck High School, die neben jĂŒdischen Kindern auch ein paar muslimische aufnimmt. Die Jugendlichen, denen wir dort begegnen, sind ĂŒberraschend offen und interessiert, viele waren schon in Deutschland, der Einstieg ins GesprĂ€ch ist einfacher als befĂŒrchtet, die Unterschiede kleiner. Viele hören Ă€hnliche Musik, haben Ă€hnliche Austausche gemacht, haben Ă€hnliche Hoffnungen fĂŒr ihr spĂ€teres Leben. Unterschiede fallen nur auf, wenn die Israelis ĂŒber den MilitĂ€rdienst reden, den auch die MĂ€dchen absolvieren mĂŒssen, oder wenn die Deutschen sich nur vorsichtig auf das Thema Holocaust einlassen. Wir hĂ€tten gerne noch mehr erfahren, aber unser Zeitplan ist eng, wir fahren weiter nach Nazareth, um die St Joseph Kirche zu besichtigen, unter der Höhlen liegen, die Jesu Vater als Werkstatt gedient haben sollen. Zum ersten Mal werden wir mit dem Problem konfrontiert, wie weit man Glauben beweisen kann, muss oder will.

 

4-Gottesdienst kleinAls wir am darauf folgenden Tag einen Gottesdienst direkt am Ufer des See Genezareths halten, zwischen Palmen und ZitronenbĂ€umen, Klippdachse zwischen den Felsen hin und her huschen, und beim Segen tausende Vögel als flatternde, schwarze Punkte und Linien ĂŒber dem tĂŒrkisgrauen Wasser aufbrechen, fĂŒhlen wir uns Jesus viel nĂ€her, als zwischen den heruntergekommenen GebĂ€uden, blinkenden Neonlichter und bunten GlĂŒhlampen Nazareths. Wir verbringen einen ganzen Tag um und auf dem See, der uns, vorher nur als Badestelle vor dem Pilgerhaus, jetzt auch als ein Mittelpunkt in Jesu Reisen erscheint.

 

Abends berichtet Gidi, selbst sĂ€kularer Jude, ĂŒber das Judentum, dessen Rituale und Glauben, wichtig um die Kultur und das SelbstverstĂ€ndnis dieses jungen Landes ein wenig besser zu verstehen. Am nĂ€chsten Morgen können wir Safed dann auch zwei Synagogen besichtigen, danach bleibt uns ein wenig Zeit, uns in der KĂŒnstlerstadt umzuschauen und frisch gepresste SĂ€fte am Straßenrand zu kaufen. Dann fahren wir weiter zu den Jordanquellen und machen eine Wanderung auf den Golanhöhen entlang des Flusses. SpektakulĂ€r unspektakulĂ€r ist es, als Gidi auf einen nah gelegenen HĂŒgel zeigt und uns mitteilt: „Das gehört zum Libanon.“ Die so hart umkĂ€mpften Grenzen sind von weitem unscheinbar, auch als wir spĂ€ter auf den UNO StĂŒtzpunkt und auf Syrien herunter blicken, die Fahne Assads ein winziger roter Punkt auf der anderen Seite.

 

Auch als wir am nÀchsten Tag auf unserem Weg nach Jerusalem die Taufstelle Jesu besuchen, sind die Soldaten auf beiden Seiten der Grenze, ein kurzes Seil mitten im Jordan, nur durch den wenige Meter breiten Fluss getrennt.

Unsicher fĂŒhlen wir uns auf der ganzen Reise nicht, die gegenwĂ€rtige Bedrohung, egal wie hĂ€ufig wir von ihr hören, begegnet uns kaum direkt, greifbar wird sie höchstens in den Waffen der Soldaten, die uns spĂ€ter in Jerusalem begegnen, und in den Kontrollen an vielen öffentlichen PlĂ€tzen. Doch bevor wir ĂŒberhaupt Soldaten, oder ĂŒberhaupt Menschen in Jerusalem sehen, steigen wir aus dem Bus und ĂŒberblicken eine Stadt, die drei Weltreligionen und einer so facettenreichen Kultur eine Heimat bietet. Jerusalems Anblick lĂ€sst uns allen den Atem stocken, denn was wir von einem wenige Kilometer entfernten, höher liegenden Platz sehen können, ist kaum in Worte zu beschreiben. Schon ĂŒberwĂ€ltigt machen wir die ersten Schritte durch das Damaskustor in die Altstadt und stehen mitten im Jerusalemer Basar. Die ReizĂŒberflutung, mit der wir hier konfrontiert werden, lĂ€sst uns staunen und vermittelt uns einen vollkommen anderen Blick auf Israel, als wir ihn bis jetzt erfahren hatten. Unser Domizil, das Österreichische Hospiz, liegt mitten in der Altstadt auf dem Kreuzweg Jesu und schnell wird uns klar, dass wir hier mitten im Geschehen sind, nicht nur weil wir jeden Morgen von den Rufen des Muezzins geweckt werden.

 

5-Bethlehem kleinDer nĂ€chste Tag beginnt fĂŒr uns ungewohnt: Wir mĂŒssen unseren lieb gewonnenen ReisefĂŒhrer Gidi zurĂŒcklassen, als wir nach Bethlehem fahren, palĂ€stinensisches Autonomiegebiet. Die Mauer, die die beiden Teile des Landes voneinander trennt, ist erschreckend hoch und endgĂŒltig. Doch unsere Stimmung ist schnell wieder aufgelockert, als wir die La Salle Highschool betreten und nach einem Videochat mit unserer eigenen Schule in Darmstadt von SchĂŒlern in der Schule herumgefĂŒhrt werden. Unverkennbar ist, dass die SchĂŒler stolz auf ihre Schule sind – genauso wie auf ihre Herkunft, aber auch hier machen wir die gleiche Erfahrung, die wir schon in der Leo Baeck Highschool in Haifa gemacht hatten, denn auch sie haben den Wunsch, dass es endlich eine Einigung gibt und damit auch Frieden.

Frau Mukarker verdeutlicht uns spĂ€ter beim Mittagessen ihre Sicht der Dinge und erzĂ€hlt uns eine Geschichte, die uns alle sehr berĂŒhrt. Sie berichtet davon, dass ein frĂŒherer israelischer Freund ihres Sohnes, bei dem sie sich dafĂŒr eingesetzt hatte, dass er einen Tag lang bei ihr im palĂ€stinensischen Gebiet verbringen darf, ihr in der Zeit der israelischen Besatzung wieder begegnet war – nĂ€mlich in einem Panzer, der sie einen ganzen Tag verfolgt hatte. Sie erzĂ€hlt, dass sie schreckliche Angst gehabt hatte, aber als die Luke des Panzers aufging und sie den alten Freund ihres Sohnes sah, war das fĂŒr sie ein Segen: Der Frieden im Panzer.

 

ZurĂŒck in Jerusalem wird uns erneut die Breite bewusst, in der diese Stadt religiös aufgestellt ist. Wir haben gerade die Grabeskirche Jesu besucht, unbestreitbar eine StĂ€tte der Christen, und laufen nun die wenigen Gehminuten zur Klagemauer, das wichtigste Heiligtum der Juden, hinter der sich unmittelbar der Felsendom der Muslime befindet. Uns drĂ€ngt sich die Frage auf, warum die Religionen hier nicht im Miteinander leben können, warum man es sich so schwer machen muss und warum Glauben nicht im Einklang mit Frieden hier herrschen kann. Gleichzeitig ist uns aber auch bewusst, warum diese Stadt so wichtig fĂŒr die einzelnen Religionen ist.

Diese schwierigen Gedanken nehmen wir auch mit in den nĂ€chsten Tag, der uns vor eine weitere Herausforderung stellen soll. Unter Holocaustdenkmalen können wir uns bis heute nur anprangernde Museen vorstellen, die wir alle schon irgendwie kennen. Aber Yad Vashem ist anders. In einer Halle dort stehen vier Kerzen in der Dunkelheit, die durch viele Spiegel so oft reflektiert werden, dass es wirkt, als wĂ€ren es tausende, die sich in alle Richtungen ausdehnen. Es ist das Denkmal, das an die verstorbenen Kinder im Dritten Reich erinnern soll, was es sehr eindrucksvoll auch tut, denn die Namen der Kinder werden zusammen mit ihrem Alter und ihrer Herkunft langsam alle vorgelesen. Etwas so schönes und zugleich auch bedrĂŒckendes ist wohl sehr selten.

 

Der Basarbesuch danach lockert unsere Stimmung wieder auf, das Handeln und die verschachtelte Altstadt voller kleiner LĂ€den. Ein ganz eigener Duft nach Weihrauch liegt ĂŒberall in der Luft und wir genießen die Zeit, in der wir auf unsere ganz eigene Weise die Stadt erkunden können.

6-Jerusalem kleinDer letzte Tag bricht fĂŒr uns mit Kofferpacken an und alle sind ein wenig wehmĂŒtig, viel zu schnell ist doch die eine Woche hier vergangen. Vom Ölberg genießen wir einen letzten Blick ĂŒber Jerusalem und mit dem Garten Gethsemane verabschieden wir uns endgĂŒltig von dieser wunderschönen, vielseitigen Stadt. In nur einer Woche haben wir ein ganzes Land kennen gelernt, haben es einmal durchquert, haben uns von 400 Metern unter dem Meeresspiegel bis zu 800 Metern ĂŒber dem Meeresspiegel bewegt und sowohl die Ruhe am See, als auch das geschĂ€ftige und schnelle Stadtleben in Jerusalem erlebt und doch kommt es uns vor, als wĂ€ren wir nur einen Augenaufschlag lang hier gewesen. Denn was dieses Land zu bieten hat, kann man nicht in eine einzige Woche packen und schon gar nicht in Worte fassen. Ein Land, dem wir eine bessere Zukunft und umso mehr Hoffnung auf Frieden wĂŒnschen, denn wer im Wunderland nicht an Wunder glaubt, der ist kein Realist. Mit diesen Gedanken steigen wir in Tel Aviv ins Flugzeug zurĂŒck nach Deutschland, bereichert durch die Erkenntnis, dass wir diese Reise nicht nur im GedĂ€chtnis, sondern auch im Herzen behalten werden.

(Jana Beßler und Merle Dietl)