Schulleben

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Jonas Tibke ist Schulschachmeister 2013

 

Am Freitag, 1. November 2013, fanden die diesjährigen schulinternen Schachmeisterschaften der ESS statt. Nach einer Reihe spannender Duelle konnte Jonas Tibke (Jgst. 12) den Titel des ESS-Schachmeisters 2013 erringen, gefolgt von Timo Wiewesiek (Jgst. 12) und knapp dahinter Lars Dittmar (Jgst. 11).

 

Vielen Dank an alle Teilnehmer und herzlichen GlĂĽckwunsch an die Gewinner!

 

DELF-AG 2013 Diplom-Verleihung

Kurz vor den Sommerferien kamen endlich die Erfolgsbescheinigungen: Die 29 DELF-Prüflinge erhielten die gute Nachricht, dass alle die Prüfung bestanden haben. Somit verflogen die Aufregung und die Zweifel, die eine Prüfung in der Regel stets begleiten, um einer sichtlichen Erleichterung und nicht minder großen Freude Platz zu machen. Nun sind die lang erwarteten offiziellen Diplome, ausgestDelf2013ellt im Namen der République Française von dem Ministère de l’Education Nationale in Paris, auch eingetroffen. So konnte Herr Dr. Göbel, im Beisein von Frau Kroeber-Hammann als Fachsprecherin für Französisch, am 28.10.2013 den Kandidatinnen und Kandidaten aus den A2-, B1- und B2-Gruppen die wertvollen Dokumente überreichen, geschmückt von den passenden DELF-Abzeichen in Silber, Gold oder den drei Farben bleu-blanc-rouge. Einige der Absolventen aus der B2-Gruppe hatten bereits im Juni im Rahmen der Abiturverleihung die Erfolgsbescheinigung erhalten. Um jedoch auch das offizielle Dokument aus Paris entgegennehmen zu können, waren am 28.10. die Mütter zweier ehemaligen Schülerinnen zugegen - eine bemerkenswerte Geste. Insgesamt strahlten alle Gesichter Freude und Stolz aus, wie es die Bilder erkennen lassen!

Wir gratulieren den „Delflern“ 2013! Toutes nos fĂ©licitations aux heureux laurĂ©ats 2013 !

Den 2014-Kandidaten wünschen wir weiterhin Ausdauer bei der Vorbereitung und am Ende genauso viel Erfolg bei der Prüfung! Und wer noch reinschnuppern möchte, kann sich bei Frau Rodrigues melden.

 

FĂĽr die DELF-AG

Isabelle Rodrigues

LogoDELF

 

 Logo © Ernst Klett Verlag

Sieg im Wettbewerb „Faszination Technik“

Jan Reitz aus der Klasse 8c hat beim hessenweiten Schülerwettbewerb „Faszination Technik“ des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) den 1. Preis gewonnen. Seine Physik-Lehrerin Frau Dr. Buhrmester hatte ihn auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht.VDI-Preis geht an Jan Reitz

 

Zum Thema „Wie kann man mit Robotik unser Leben in der Zukunft verbessern?“ konnten die Teilnehmer ein Text, ein Bild, ein Video oder ein Modell erstellen. Jan entschied sich, einen Text zum Thema „Die Stadt der Roboter“ zu verfassen.

 

Im September 2013 fuhr Jan mit seinen Eltern nach Grünberg (Mittelhessen), um aus den Händen von Staatssekretär Alexander Lorz die Siegerurkunde entgegenzunehmen. Bald wird Jan seinen Preis – einen Gutschein für einen Rundflug über Darmstadt und Umgebung – einlösen.

 

Wir gratulieren Jan und wĂĽnschen ihm viel SpaĂź bei dem Rundflug!

„Stachel im Fleisch der Kirche“

Edith-Stein-Schule gedenkt ihrer Namensgeberin gemeinsam mit JĂĽdischer Gemeinde

Von Rebecca Keller

 

DARMSTADT. Ein bemerkenswerter Brief Edith Steins, den die zum Katholizismus konvertierte JĂĽdin im April 1933 an Papst Pius XI. geschrieben hatte, stand im Mittelpunkt des Edith-Stein-Tags von SchĂĽlern, Lehrern und Eltern vor den Herbstferien. Daniel Neumann von der JĂĽdischen Gemeinde hielt eine bewegende Rede.

Jedes Jahr kurz vor den Herbstferien begeht die Edith-Stein-Schule (ESS) ihren Edith-Stein-Tag. In zeitlicher Nähe zu deren Geburtstag am 12. Oktober (1891-1942) beschäftigen sich Schüler, Lehrer und Eltern mit Leben und Werk der Namensgeberin des Gymnasiums, die in Auschwitz umgebracht wurde. In diesem Jahr stand ein Brief im Mittelpunkt, den die zum Katholizismus konvertierte Jüdin vor 80 Jahren an Papst Pius XI. schrieb. Darin prangert Edith Stein, damals Dozentin am Deutschen Institut für wissenschaftliche Pädagogik in Münster, schon früh den „Vernichtungskampf gegen das jüdische Blut“ an und fordert ihre Kirche auf, die Stimme gegen das Unrecht, auch an Katholiken, zu erheben. Ihr verzweifelter Ruf sollte unbeantwortet bleiben.


Edith Steins Brief, den sie im April 1933 geschrieben hatte, wurde erst 2003 aus dem Vatikanischen Geheimarchiv veröffentlicht. Zehn Jahre später nahm die Edith-Stein-Schule diesen nun zum Anlass, den Kontakt zur Jüdischen Gemeinde in Darmstadt wieder aufzunehmen. Deren Geschäftsführer Daniel Neumann hielt vor rund 150 Gästen in der Edith-Stein-Schule eine bewegende Rede zur Bedeutung dieses couragierten Briefs, „ein Stachel im Fleisch der Kirche“. Auch wenn ihr Schreiben „keine angemessene Reaktion“ nach sich zog, sei ihr Einsatz nicht umsonst gewesen, so Neumann. Am Beispiel von Noah und Abraham legte Neumann den Wert einer „rechtschaffenen Gesinnung“ einerseits und der „aktiven Beeinflussung der Geschehnisse“ andererseits dar. Letztlich sei Abraham der erfolgreichere gewesen, weil er „Gott herausforderte und für die Menschen stritt“. Dagegen blieb die Rechtschaffenheit Noahs am Ende wirkungslos. So werde der Wert des Briefes Edith Steins auch erst in der Retrospektive vollständig entfaltet, so Neumann. Das Vermächtnis liege in dem Wert für das jüdisch-christliche Verhältnis, das sich „als zarte Pflanze aus den Ruinen erhob und unter behutsamer Pflege überlebte“. Dass dies gedeihen konnte, sei dem Blick auf Verbindendes bei allen Unterschieden zu verdanken: „Wir haben einen gemeinsamen Ursprung und einen gemeinsamen Gott.“ Dafür, dass der Edith-Stein-Tag gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde stattfand, setzte sich auch die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit ein, deren Mitglied die Edith-Stein-Schule jetzt ist.


Schon vor dem Edith-Stein-Tag, den alle Schüler am letzten Schultag vor den Herbstferien mit Gottesdiensten feierten, haben sich Religions- und Geschichtskurse mit dem Brief Edith Steins befasst. Ihre Gedanken dazu trugen sie am Vorabend vor Lehrern und Eltern vor: „Der Brief kann uns heute Mahnung zu Zivilcourage sein.“


Besuche der Jüdischen Gemeinde und des Jüdischen Friedhofs gehören zum Konzept der Edith-Stein-Schule, die sich in besonderer Weise für Versöhnung und Verständigung einsetzt. Im vorigen Jahr reiste erstmals eine Schülergruppe nach Israel. Mit der Leo-Baeck-Schule in Haifa will die ESS eine Schulpartnerschaft aufbauen. Am 5. November wird eine mobile Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin in der Schule zu Gast sein.

Edith-Stein-Tag 2013 klein
von links nach rechts:

Pfr. Dr. Lothar Triebel (Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit), Pfr. Dr. Thomas Kluck (Schulseelsorge), Daniel Neumann (Jüdische Gemeinde Darmstadt), Dr. Manfred Göbel (Schulleiter), Pfr. Johannes Kleene (Schulseelsorge), Godehard Lehwark (Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit)

 

 

 

 

Der Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung der Kirchenzeitung für das Bistum Mainz "Glaube und Leben" veröffentlicht.