Schulleben

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Toller Sporttag an der ESS

Am Dienstag, den 28.08.2018 fand das diesjährige Sportfest der ESS im Leichtathletikzentrum Bürgerpark Nord und im Nordbad statt. Alle Schülerinnen und Schüler stellten sich den sportlichen Anforderungen in Schwimmen, Laufen, Werfen und Springen mit großem Engagement und ansteckender Begeisterung. Dies begann bereits um 8.00 Uhr, als Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufen 5 bis 7 unter Anleitung des Sport-Leistungskurses von Herrn Grünewald ein gemeinsames Aufwärmprogramm absolvierten. Zum Abschluss der sportlichen Anforderungen standen dann noch Klassenstaffeln der einzelnen Jahrgänge an. Das Anfeuern und die begeisternden Zurufe für den Klassenkameraden zeigten einmal mehr, dass gerade diese Aktivität das Miteinander im Klassenverband besonders fördert. Nachdem die Jüngeren gegangen waren, trafen die Älteren in Form der Jahrgangsstufen 8 und 9 ein, die zuvor ihr Können im Schwimmbad gezeigt hatten. Auch bei ihnen stand nach den Leichtathletik-Disziplinen eine abschließende jahrgangsbezogene Klassenstaffel auf dem Programm. Wer bei den Älteren eine geringere Begeisterung erwartet hatte, der sah sich getäuscht.

Die Arbeit des Schulsanitätsdienstes sollte genauso wenig vergessen werden wie die unterstützenden Hilfestellungen der Jahrgangsstufe 11. So konnten gegen 15 Uhr die engagierten Sportlehrerinnen und Sportlehrer auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken. Die anstrengenden Vorarbeiten unter Führung von Martin Lehmann hatten sich also gelohnt und das nächste Sportfest kann im gewohnten Zweijahres-Rhythmus wieder kommen.

Kinderoper Brundibár

Vor 80 Jahren, im November 1938 komponierte Hans Krása in Prag die Kinderoper „Brundibár“. Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Pepíček und Aninka, die mit Hilfe von Tieren und Kindern aus der Nachbarschaft den bösen Leierkastenmann Brundibár vertreiben. Dann können sie mit ihrem Gesang so viel Geld verdienen, um sich Milch für ihre kranke Mutter kaufen zu können.

Die Oper wurde 1941 heimlich in einem jüdischen Kinderheim in Prag uraufgeführt, danach 55mal im KZ Theresienstadt gespielt. Es ist überliefert, dass die Oper den Kindern ein Stück Lebensfreude gab und dass für sie die Handlung der Oper eine zweite und tiefere Bedeutung erhielt: Mit dem bösen Leierkastenmann Brundibár, den die Kinder in der Oper verjagten, verjagten sie zugleich Hitler und befreiten sich im Spiel aus ihrer bedrängten, lebensbedrohlichen Situation. Tragischerweise mussten die Rollen häufig neu besetzt werden, da die darstellenden Kinder in Vernichtungslager deportiert wurden. Auch Krása wurde in Auschwitz ermordet.

Vor 80 Jahren, im November 1938, fanden auch die Pogrome statt, die umgangssprachlich als „Reichskristallnacht“ bezeichnet werden. Im Gedenken an diese Ereignisse und an das Schicksal der Kinder im KZ Theresienstadt führen wir in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und mit der Jüdischen Gemeinde Darmstadt die Kinderoper „Brundibár“ auf.

Die Oper wird in zwei Benefizvorstellungen zugunsten des Schul- und Jugendprojekts von Neve Shalom – Wahat Al Salam e.V. aufgeführt. Diese „Friedensschule“ in Israel, in der sich Juden und Araber begegnen, ist einer 1972 gegründeten Kooperative angegliedert, in der jüdische und palästinensische Bürger Israels miteinander leben. Die "Oase des Friedens" wurde 1987 mit der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ausgezeichnet.

Zur Vorbereitung auf die Thematik der Oper wird vom 10. bis 28. September in der Edith-Stein-Schule die Ausstellung „Kinder im KZ Theresienstadt“ gezeigt. Es handelt sich um Zeichnungen, Gedichte und Texte, die Kinder im KZ Theresienstadt angefertigt haben. Die Ausstellung wurde vom „Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945“ erstellt und kann während der Öffnungszeiten der Schule montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 18.30 Uhr besichtigt werden.

Termine

10.-28.9.2018:    Ausstellung „Kinder im KZ Theresienstadt“ in der Edith-Stein-Schule

Der Besuch der Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Schule montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 18.30 Uhr möglich.

10.9                              10.9.2018:           12.30 Uhr: Eröffnung der Ausstellung in der Edith-Stein-Schule

25.9.2018:          11.30 Uhr: AuffĂĽhrung der Kinderoper Brundibár in der Orangerie

                            (schulinterne AuffĂĽhrung fĂĽr die Jahrgangstufen 5 bis 7

25.9.2018:          19.30 Uhr: AuffĂĽhrung der Kinderoper Brundibár in der Orangerie

                            (öffentliche AuffĂĽhrung)

                  27.9.2018:          19.30 Uhr: AuffĂĽhrung der Kinderoper Brundibár im Gemeindesaal der JĂĽdischen Gemeinde (öffentliche AuffĂĽhrung)

Karten für die öffentlichen Veranstaltungen sind ab Mittwoch, 8.8.2018, jeweils in der 1. großen Pause (9.25 – 9.40 Uhr) in der Edith-Stein-Schule erhältlich.

„Heikooo!“ ertönte es durch den Bahnhof und die Pilgerreise, die im Zeichen des Propheten Elia stand, ging los: „Aufbruch mit Elia“ (1. Buch Könige, 18,16-19,14)

Elisabethpfad kIn Wetzlar angekommen, besichtigten wir den Dom, der sowohl von einer evangelischen als auch von einer katholischen Gemeinde genutzt wird. Der Dom ist also eine Simultankirche. In einer Seitenkapelle hielten wir die erste Andacht ab. Dann wanderten wir los zum Kloster Altenberg. In der Klosterkirche erfuhren wir etwas über die heilige Elisabeth und das Kloster und sangen mehrere Lieder. Während der Mittagspause im Klostergarten verteilte Frau Marks Butterkekse. Die „Speisung der hungrigen Schüler“ stand im Zusammenhang mit Elia. Als Elia unterwegs gewesen ist auf der Suche nach seinem Gott, ist er von einem Engel gespeist worden, so wie wir während dem Pilgern… Den Rückweg gingen wir bis zum Lahnufer schweigend. Mit dem Bus sind wir nach Hohensolms zur Jugendburg, unserer ersten Übernachtungsstätte, gefahren. Nach dem Abendessen hatten wir etwas Freizeit und danach kam das „Nachtlicht“ – die letzte Andacht kurz vor dem Schlafen gehen – das sich mit Elia beschäftigte. Dieser Montag sollte der Tag mit dem besten Wetter gewesen sein…

Als wir am Dienstagmorgen aufwachten, regnete es. Doch der Regen konnte uns die Stimmung nicht vermiesen. Ausgestattet mit Schirm und Regenjacke stiefelten wir zur Bushaltestelle, um nach Wetzlar zurück zu fahren und den Elisabethpfad zu gehen. Da die Paulskirche in Hermannstein geschlossen war, hielten wir die Morgenandacht im Nieselregen ab. Nachdem uns Frau Modricker-Köhler den Segen zugesprochen hatte, fingen wir an zu wandern. Es ging erst einmal Berg auf. Durch Buchen- und Mischwälder, durch Felder und Wiesentäler wanderten wir in Richtung der „Dicken Eiche“ (oder „Napoleonseiche“, wie sie von uns genannt wurde). Nach einer Mittagspause samt Impuls im Regen machten wir ein Gruppenfoto. Und weiter ging die Reise durch Feld, Wald und Flur nach Königsberg. AGnsemarsch k2n einer Sitzgelegenheit machten wir eine Rast und es gab erneut Kekse von Frau Marks. Nach dieser Stärkung war es fast nur noch ein Katzensprung zur Jugendburg nach Hohensolms. Dort angekommen war es auch schon Zeit zum Abendessen. Danach hatten wir wieder ein bisschen Zeit für uns selbst. Darauf folgte das „Nachtlicht“ in der Burgkapelle. Als Teil der Andacht hörten wir Ausschnitte aus dem Konzert „Elias“, in dem es um den Propheten Elia geht. Nach der Andacht war noch lange nicht Schlafenszeit… Wir spielten alle zusammen Werwölfe; auch Frau Marks spielte mit: „Und das Dorf schläft ein.“

Am nächsten Morgen, es war Mittwoch geworden, schienen hin und wieder ein paar Sonnenstrahlen durch die recht dichte Wolkendecke. Nach einem guten Frühstück brachen wir zur dritten Etappe auf. Kaum hatten wir Hohensolms verlassen, ging es wieder durch Wiesen und Wälder. Wir verliefen uns an einer Weggabelung, drehten aber wieder um, ließen Herr Richters Dünsberg auf der rechten Seite zurück, stoppten kurz an einem Hundefriedhof und nahmen Kurs auf Krumbach. Doch leichter gesagt als getan… Außer Schlamm, Gräsern, Brennnesseln und Gestrüpp war nicht mehr viel von unserem Weg zu sehen. Und so blieb uns nichts anderes übrig, als im Gänsemarsch durch den Wald zu laufen. Nach einiger Zeit, viel Arbeit und mehreren Brennnesselstichen konnten wir endlich die Straße überqueren, doch auf der anderen Straßenseite sah es nicht wirklich besser aus… Schließlich schafften wir es doch irgendwie, nach Krumbach zu kommen. Vor der Kirche, die wieder einmal verschlossen war, machten wir die verdiente Mittagspause. Weiter ging es wieder erst bergauf in den Wald und dann durch Wiesentäler nach Kirchvers, wo sich der „verlorene Sohn“ der Gruppe anschloss. In der Ortsmitte gaben uns die Lehrer einen weiteren Impuls. Danach ging es schweigend und jeder für sich den Berg hinauf, um diesen auf der anderen Seite wieder herunterzulaufen. Wir durchquerten Weipoltshausen und mussten das Wassertretbecken auf Grund des Wetters und der Zeit ohne Rast zurücklassen. Ein letztes Mal für diesen Tag stiegen wir in den Wald empor. Bergab durch Kornfelder wanderten wir nach Altenvers zur Hufeneisenkirche – eine wunderschöne, kleine Kirche aus dem 9. Jahrhundert, in der die heilige Elisabeth mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gewesen war. Doch auch diese Kirche war verschlossen. Und so bekamen wir auch den nächsten Impuls unter freiem Himmel. Von Altenvers fuhren wir mit Bus und Bahn nach Marburg zu den Diakonissen, wo wir die letzte Nacht verbrachten. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Schwester Marianne und einem leckeren Abendessen feierten wir ein selbstvorbereitetes Agapemahl im Andachtsraum. Danach folge eine weitere Runde Werwölfe mit Frau Marks. Und wieder sollte das Dorf einschlafen.

Elisabethkirche MarburgDer letzte Tag war angebrochen und schon mussten wir uns von den Diakonissen verabschieden. Zuvor erzählte uns Schwester Marianne etwas über das Leben im Diakonissen-Mutterhaus. Mit dem Bus fuhren wir in die Stadtmitte zur Elisabethkirche. Die Elisabethkirche wurde fast zeitgleich mit dem Kölner Dom erbaut, wurde aber schon etwa 50 Jahre nach der Reformation evangelisch. Genau wie der Wetzlarer Dom ist auch die Elisabethkirche zwischenzeitlich von beiden Konfessionen genutzt worden. Die heilige Elisabeth ist in der Elisabethkirche beigesetzt worden, jedoch fehlt nach vielen „Umzügen“ durch ganz Deutschland jede Spur der verbliebenen Reliquien. In der Kirche haben wir für eine Gruppe muslimischer Touristen eines unserer Lieder gesungen. Danach betrachteten wir den Schrein der heiligen Elisabeth und feierten eine letzte Andacht. Vor der Kirche machten wir eine Mittagspause. Anschließend pilgerten wir in die Oberstadt und machten ein Gruppenfoto vor dem Alten Rathaus. Auf dem Rückweg Richtung Bahnhof setzten wir uns in eine Eisdiele und aßen ein Eis. Schließlich ging es mit dem Zug zurück nach Darmstadt.

Es war eine wunderschöne Zeit! Vielen Dank an die begleitenden Lehrkräfte.Gruppenfoto Marburg Rathaus k

Von Pia Lindenblatt und Florian Rettig