Bericht zum Ausflug zur Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt – 9b

Am 28.06.24 besuchten wir, die Klasse 9b, die Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt, da wir das Anne Frank Tagebuch im Deutschunterricht behandelten.

Nachdem wir in der Bildungsstätte ankamen, hatten wir eine Stunde Zeit im „Lernlabor“, wo wir mithilfe von Tablets verschiedene Stationen zum Thema Anne Frank und allgemein über das Thema Rassismus bearbeiten durften. Was uns hierbei besonders gefiel, war eine Station, bei der wir einen Blick in Annes Haus werfen konnten. Eine Station, die uns ebenfalls positiv auffiel, war ein Scanner, bei dem ein 3D Modell von jeder Person gemacht wurde und wir daraufhin aufgrund unserer äußeren Merkmale wie zum Beispiel „lange Haare“ in Kategorien wie „Teetrinker“ unterteilt wurden. Basierend auf der jeweils zugeordneten Kategorie erfolgte eine Bewertung wie „besserwisserisch“ oder auch „ängstlich“. Dies veranschaulichte uns den systematischen Rassismus, welcher nach dem gleichen Prinzip in der Nazizeit stattfand.

Um uns zu zeigen, dass Rassismus auch in der heutigen Zeit noch eine große Rolle spielt, analysierten wir außerdem Werbungen der letzten Jahre. Ein Werbespot zeigte einen dunkelhäutigen Jungen, welcher einen Pullover trug, auf dem stand: „coolest monkey in the jungle“. Anhand von vorgegebenen Fragen arbeiteten wir die Problematik der Werbung heraus und stellten erschreckend fest, wie offensichtlich Rassismus noch heute in unserer Gesellschaft Platz findet. Zusätzlich beschäftigten wir uns mit der sogenannten „Betroffenenperspektive“. Hierbei lernten wir, dass die Absicht einer Bemerkung nicht gleich der Wirkung entspricht und dass bei der Entscheidung, ob diese rassistisch ist, in erster Linie auf die Perspektive des Betroffenen geachtet werden sollte.

Zum Schluss setzten wir uns genauer mit dem Begriff Rassismus auseinander und was dieser überhaupt bedeutet. Allgemein können wir die Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt weiterempfehlen. Die Aufklärung über das Thema Rassismus ist sehr wichtig und wurde durch den Workshop spielerisch und abwechslungsreich gestaltet. Ein Kritikpunkt wäre, dass einige Schüler*innen gerne mehr über Anne Frank selbst gelernt hätten. Der Fokus lag deutlich stärker auf dem allgemeinen Thema Rassismus als auf Anne Frank selbst.

Annika Hilsenbeck