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Liebe Eltern,

liebe Schüler*innen,

wir beginnen dieses Schuljahr mit einem Gedanken des verstorbenen Papst Franziskus:

„Gott wartet immer auf uns, auch wenn wir uns entfernt haben! Er ist niemals fern, und wenn wir zu ihm zurückkehren, ist er bereit, uns in seine Arme zu schließen.“

Dieser Leitgedanke erinnert uns daran, dass wir in allem, was wir tun, getragen sind von einer Gegenwart, die uns niemals verlässt. Wir alle kennen das Gefühl, uns zu verlieren – im schulischen Alltag, in der Fülle von Aufgaben, in dem Wunsch alles perfekt zu machen. Schon nach wenigen Wochen im Schuljahr stellt sich mitunter das Gefühl ein, man säße in einem überfüllten Zug, der immer schneller wird. Auch Ihren Kindern wird es mitunter so gehen. Neuer Unterrichtsstoff, Lernkontrollen, Klassenarbeiten, eventuell auch eine neue Klassengemeinschaft und neue Lehrkräfte: da kann es geschehen, dass der Blick für das Wesentliche verloren geht. Doch Gott kennt keinen Abstand und keine Fremde. Er bleibt nahe – still, geduldig, voller Erwartung. Im vergangenen Schuljahr durften wir dies auch in der Zeit der größten Traurigkeit erfahren. 

Diese Gewissheit wollen wir ins neue Schuljahr hineinnehmen: dass wir nicht aus uns selbst leben, sondern in einer Beziehung, die trägt. Gott schaut uns mit einer Liebe an, die nicht nach einer messbaren, einer äußerlichen Leistung fragt. Er sieht nicht zuerst, wie gut die Noten sind, die wir verteilen oder erhalten, wie viele gute Ergebnisse wir bringen, sondern er wartet auf uns – auf unser Herz, auf unsere Bereitschaft, uns ihm immer wieder zuzuwenden.

Ein solch liebevoller Blick verändert auch die Haltung, mit der wir gemeinsam Schule gestalten können. Wenn Gott uns in die Arme schließt, auch dann, wenn wir uns verirrt haben, dann sind auch wir eingeladen, einander mit jenem offenen Herzen zu begegnen. Nicht zuerst auf die Distanz, nicht auf Unterschiede, nicht auf Fehler zu schauen – sondern auf das, was uns verbindet: der Wunsch und die Bereitschaft, zum Guten beizutragen.

Kollegium:

Beim Sommerfest des Kollegiums vor den Ferien verabschiedeten wir insgesamt sechs Lehrkräfte: Herr Pfarrer Dr. Kluck (Schulpastoral, ev. Religion) und Herr Reinfelder (kath. Religion, Philosophie) sind zum 01. August in den Ruhestand getreten, Frau Seidel (kath. Religion, Kunst) bereits zum 01. Februar. Alle drei waren über Jahrzehnte Teil des Kollegiums und haben gerade im Bereich christliche Bildung und Pastoral das besondere Profil der Schule mitgeprägt. Zwar bedeutend kürzer aber ebenso engagiert haben Frau Companys Franzke (Mathematik, Physik), Frau Lea Herbst (Physik) und Herr Frederik Hahn (Mathematik) in den letzten ein bzw. zwei Jahren das Kollegium verstärkt und wenden sich nun neuen beruflichen Aufgaben und Zielen zu. 

Neu im Kollegium begrüßen wir Frau Maybach (Deutsch, Biologie), sie hat bei uns im Frühjahr ihr Staatsexamen erfolgreich abgelegt und Herr Konobrytskyi (Mathematik, Informatik). Bereits bekannt und wieder zu uns gestoßen sind Frau Friedmann (Physik) und Herr Schurzmann (Latein, Mathematik) Und schließlich kehren Frau Schrädt aus der Elternzeit und Frau Lasaar und Frau Neuschitzer aus der Sabbatphase zurück.

Wegen der zahlreichen Kolleginnen, die aktuell in Elternzeit sind, durften wir bereits im Verlauf des letzten Schuljahres Herrn Betschel (Physik, Informatik), Frau Flörke (Deutsch, Sport) und Frau Brunner-Merz (Französisch) willkommen heißen.

Bauwesen:

Auch in diesen Sommerferien wurden verschiedene Bauvorhaben und notwendige Sanierungsarbeiten durchgeführt.

Die im letzten Sommer weitestgehend abgeschlossene Sanierung der B-Sporthallen-Außenfassade konnte nun endlich auch im Innenraum mit der endgültigen Innenholzverkleidung (Prallschutz) abgeschlossen werden. Lieferverzögerungen führten zu dieser Verschiebung um ein Jahr.

Der A-Bau, in dem unsere 5. und 6. Klassen untergebracht sind, wird in drei Teilabschnitten renoviert. Der erste Abschnitt erfolgte in diesen Ferien mit der Renovierung der Flure und Treppenhäuser, bei der auch das Farbkonzept und die Lärmminderung neu bearbeitet und umgesetzt wurden. Ein neuer Wasserspender befindet sich nun nicht mehr im Untergeschoss, sondern leichter zugänglich im Erdgeschoss des westlichen Treppenaufgangs (beim Mehrzweckraum 2).

Weniger erfreulich war die Nachricht in der vorletzten Ferienwoche, dass sich die Endmontage der Toilettenkabinen der sanierten Mädchen-Toiletten im A-Bau um 4 Wochen verzögert. Dennoch haben die mit uns kooperierenden Firmen die bestmögliche (Not-) Lösung für diese Situation gefunden: Ein Toilettencontainer mit fließend Wasser und Anschluss ans Kanalsystem in der Nische neben dem grünen Klassenzimmer fügt sich diskret in und auf das Schulgelände.

Starkregenereignisse mit großen Wassermengen und die geologischen Gegebenheiten des Grundstücks stellen ebenfalls immer wieder neue Herausforderungen. So musste in einem Untergeschossraum ein Feuchteschaden beseitigt werden.

Ein weiteres wiederkehrendes bauliches Thema ist die Aufrechterhaltung und Erweiterung der IT-Infrastruktur mit größeren Serverkapazitäten und Kühlanlagen. 

Ausblick ins neue Schuljahr:

Um im Sinne des Umweltschutzes Papier zu sparen, stellen wir seit einigen Jahren viele Informationen nur digital zur Verfügung. Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass diese Informationen Sie als Eltern erreicht haben, denn diese betreffen die Ausgestaltung des Schullebens und haben teilweise auch schulrechtliche Bedeutung. Hierzu erhalten die Schüler*innen eine Checkliste, auf der alle Informationen, die Sie als Eltern bitte zur Kenntnis nehmen, aufgeführt sind. Die Kenntnisnahme ist durch die Eltern mit Unterschrift zu bestätigen und die Checkliste bei der Klassenleitung abzugeben. 

Im vergangenen Schuljahr kam es in einer Klasse zu gravierendem nicht-suizidalem selbstverletzenden Verhalten (NSVV). Solche Vorfälle sind verstörend, für die Mitschüler*innen, die Eltern (auch des betroffenen Kindes) und für die Lehrkräfte ebenso. Deshalb ist es uns ein Anliegen, auch bei diesem Thema einen angemessen und eindeutigen Umgang zu finden. Die Präventionsgruppe hat sich bereits im vergangenen Schuljahr mit dem Thema befasst.

NSVV kann zahlreiche Gründe haben, es zeigt uns jedoch vor allem, dass ein junger Mensch in Nöten ist und Hilfe benötigt. Die Schule bietet Beratung und Unterstützung für die Betroffenen und ihre Familien an, gleichzeitig muss deutlich sein, dass fachärztliche Beratung ein wichtiger Schritt ist. Bei akut auftretendem NSVV ist es die Verantwortung der Schulleitung eine störungsfreie Lern- und Unterrichtssituation für die Lerngruppe sicherzustellen. Deshalb muss ein betroffenes Kind den Unterricht an diesem Tag verlassen und in die Obhut der Eltern gegeben werden. Dies geschieht zum Schutz aller, sowohl der betroffenen Person als auch der Mitschüler*innen.

Im vergangenen Schuljahr haben wir uns auf unserem pädagogischen Tag unter anderem mit der Frage beschäftigt, bei welchen Themen das gute Arbeits- und Sozialverhalten unserer Schüler*innen noch etwas erzieherische Unterstützung braucht. Dabei nahmen wir die Punkte „Häufiges Zuspätkommen“ und „Täuschungsversuche in Klassenarbeiten/ Klausuren“ (zunehmend mit Smartphones) in den Blick. In Zusammenarbeit mit den Schüler*innen und Elternvertreter*innen im Schulbeirat entstanden so ergänzende Regeln zu beiden Punkten.

So wird ab diesem Schuljahr bei gehäuften Verspätungen (auch während des Unterrichttages nach großen Pausen, etc.) zunächst ein Gespräch mit dem/der Schüler/in geführt. Ändert sich trotz dieses erzieherischen Einwirkens nichts, werden die Eltern informiert und ggf. die Verspätungen auch auf dem Zeugnis vermerkt. Wir erhoffen uns hiervon die in bestimmten Altersgruppen notwendige pädagogische und disziplinarische Unterstützung, damit Pünktlichkeit wieder selbstverständlich wird.

Leider unterliegen manche Jugendlichen auch der Versuchung, in Klausuren oder Klassenarbeiten mittels Smartphone (seltener vorbereitende Schriftstücke) zu täuschen. Solches Verhalten ist unredlich, den Mitschüler*innen gegenüber unfair und stört das Vertrauensverhältnis zwischen Lehrkraft und Lernendem empfindlich. Die geltende Regelung finden Sie auf unserer Homepage unter „Informationen/Verbindliche Regelungen und Hinweise/Schulrechtliche Hinweise“.

Die in Hessen zum neuen Schuljahr an den öffentlichen Schulen in Kraft tretende Regelung zu Smartphones entspricht in weiten Teilen der bei uns bereits seit einigen Jahren geltenden Regelung. Dadurch können wir bereits evaluativ auf die Umsetzbarkeit sowie Stärken und Schwächen im Schulalltag blicken. Eine Präzisierung hinsichtlich der Schüler*innen in der gymnasialen Oberstufe erschien uns sinnvoll: So dürfen dies ihre Smarten Endgeräte auch weiterhin in den Pausen für private Zwecke nutzen, jedoch nur noch in den ihnen offenstehenden Unterrichtsräumen – nicht mehr in den Fluren, Treppenhäusern und Freigeländen.

Somit erhalten unsere ältesten Schüler*innen die Möglichkeit den jüngeren ein gutes Vorbild zu sein und dürfen dennoch „Rechte der Älteren“ in Anspruch nehmen.

Einige Nachrichten in Kürze, die den aktuellen Schulalltag betreffen:

  • Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Kind seine Schulbücher einbindet. Vielen Dank!
  • Das Lernzentrum ist momentan erneut wegen Erkrankung personell unterbesetzt. Die angepassten Öffnungszeiten sind:
    • Montag – Donnerstag 7.30 – 15.30 Uhr
    • Freitag 7.30 – 14 Uhr
  • Am Freitag, den 29.08.2025 findet der alljährliche Kollegiumsausflug statt. Der Unterricht endet nach der 4. Stunde.
  • Die Elternabende starten ab dem 25.08. (siehe Terminplan) und müssen bitte grundsätzlich spätestens um 22 Uhr beendet sein, damit die Mitarbeiter der Haustechnik abschließen können. Ich bitte um Verständnis, dass zu diesem Zeitpunkt alle Personen das Schulgelände verlassen haben müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Doris Krumpholz
Schulleiterin

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