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Liebe Eltern,

liebe Schüler*innen,

es gibt sie noch, die guten Nachrichten!

Darüber habe ich in den letzten Wochen öfter nachgedacht, auch weil nach meinem Empfinden die Berichterstattung aller Medien immer so „defizitorientiert“ ist. Meinungsbildungsprozesse innerhalb einer Koalition heißen dann Zerreißprobe und Ansätze und Initiativen, Konflikte zu lösen, werden relativiert und in Frage gestellt, bevor sie überhaupt wirken können.

Umso schöner, dass es sie gibt, die guten Nachrichten: Am 09.10.205 erreichte uns eine E-Mail unserer Partnerschule in Haifa, in der es eigentlich um die Auswertung des Besuchs der Schülerbotschafter des LBEC in der Woche vom 14. – 21.09. an unserer Schule ging. (Diesen wollen wir im nächsten Jahr wiederholen.) Aber natürlich war das Schreiben von der Freude darüber geprägt, dass es am Vortag zu einer Einigung zwischen der israelischen Regierung und der Hamas gekommen war, so dass die Freilassung der verbliebenen Geiseln in realistische Nähe rückte. Hier hatten sich Politiker unterschiedlichster Nationen (und Überzeugungen) zusammengetan, um sich für diesen wichtigen ersten Schritt in einem Prozess stark zu machen, der eine zerstörte Region und ihre erschöpften, leidenden, verletzten Menschen zu Ruhe und Frieden führen könnte. Es war schön, in diesem Moment der Freude und Hoffnung direkt mit den Kollegen in Haifa in Kontakt zu stehen und ihre Freude zu teilen.

Entsprechend gespannt und angespannt verfolgte ich, wie viele andere im Kollegium und der Schulgemeinde, während der weiteren Herbstferien die nächsten Tage, bis es endlich am Montag, den 13. Oktober so weit war: nach über zwei Jahren Gefangenschaft kehrten 20 noch lebende Geiseln heim zu ihren Familien. Unsere Wünsche und Gebete gelten ihnen, dass ihnen Heilung und Trost zuteilwird und sie das Erlebte irgendwie verarbeiten können.

Und auch im Kleinen gibt es gute Nachrichten: Bereits vor knapp zwei Jahren führten wir an der Edith-Stein-Schule eine DKMS-Registrierungsaktion durch, damals auf Initiative und federführend organisiert von unserem Abiturienten Simon Fleischmann (Abitur 2024). Jetzt haben wir erfahren, dass eine Person aus der damals neu registrierten Gruppe zum Knochenmarkspender wurde, dass es also eine Passung zwischen den Gewebemerkmalen der registrierten Person und einem Erkrankten gab. Damit eröffnet sich für den lebensgefährlich Erkrankten eine realistische Chance auf Heilung und auf ein gesundes weiteres Leben.

Selbstwirksamkeit zu vermitteln ist eine zentrale Aufgabe in der Erziehungsarbeit. Wenn Kinder das Gefühl entwickeln, sie könnten „eh nichts tun“ – ein Eindruck übrigens, der durch die Berichterstattung (siehe oben) befördert wird – verlieren sie die Perspektive für ihr Leben und die Zukunft. Aber dieser Treffer bei der DKMS ist ein schönes Beispiel für das Gegenteil. In dem man bereit ist, bei einer Übereinstimmung der Merkmale etwas von sich zu geben, ermöglicht man einer anderen, völlig fremden Person die Zukunft. Es ist eine Tat ohne Gegenleistung und sie bedeutet für diesen einen Menschen alles.

Eine weitere Registrierungsaktion hatte vor den Sommerferien stattgefunden, auch hier auf Initiative einer Schülerin, die eine von Leukämie betroffene Person kannte. Im Alter zwischen 17 und 55 Jahren kann man sich als potentieller Spender registrieren lassen. Auch wenn die 17-Jährigen noch nicht sofort spenden dürfen, werden sie mit ihrem 18. Geburtstag in der Datei freigeschaltet. Deshalb wollen wir die Registrierungsaktion in der Schule zukünftig alle zwei Jahre anbieten. So können die Jugendlichen, die dann das notwendige Alter erreicht haben, an der Aktion teilnehmen, wenn sie möchten.

Genau vor einem Monat hatte unser Edith-Stein-Tag unter dem Thema „Edith-Stein-Schule gegen Antisemitismus und Rassismus“ stattgefunden. Durch einige technische Pannen ist das Feedbackformular für die Klassen 5-10 erst heute freigeschaltet worden. (Das der Oberstufe bereits letzte Woche.) Das Organisationsteam und wir in der Schulleitung sind natürlich sehr daran interessiert zu hören, wie der Tag von den Schüler*innen wahrgenommen wurde. Nur so ist es uns möglich, unsere Bildungs- und Erziehungsarbeit immer wieder an den Kindern und Jugendlichen neu auszurichten – gerade bei solchen Aktionstagen, bei denen wir in der Gestaltung und Schwerpunktsetzung frei sind.

Vielleicht ist der zeitliche Abstand auch gar nicht schlecht, um in sich hineinzuhorchen, was von dem Tag geblieben ist: neues Wissen, gute Gedanken, vielleicht aber auch Fragen.

Bitte weisen Sie Ihre Kinder auf die jetzt tatsächlich verfügbare Umfrage hin. Sie läuft noch bis 31.10.

Flyer der Musical-AGDraußen wird es bereits früh dunkel – dem gilt es etwas entgegenzusetzen: Am 13. und 14. November wird das Musical „Bring it on“ von der Musical-AG unter Leitung von Stephanie Miceli aufgeführt (19.30 Uhr Große Halle, Eintritt frei, Spenden erwünscht). Die Musial-AG besteht aus Schüler*innen der 6. bis 9. Klassen, die bereits seit über einem Jahr das Stück erarbeiten. Geht an nach den Probenzeiten (auch heute, am Sonntag wieder 8 Stunden) seit den Sommerferien, werden die Aufführungen preisverdächtig sein.

Lassen Sie sich das auf keinen Fall entgehen: Sie werden die Kinder in Bestform erleben – voller Spielfreude, Esprit und Sangeskraft.

Ich freue mich bereits sehr auf die Aufführungen und hoffe, Sie ebenfalls dort begrüßen zu können!

Herzliche Grüße

Doris Krumpholz
Schulleiterin

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