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Liebe Eltern,

liebe Schüler*innen,

das Jahr neigt sich dem Ende und bevor wir uns in die wohlverdienten Ferien begeben und ein freudiges Weihnachtsfest feiern, lohnt sich der Blick zurück auf die vergangenen Wochen und Monate.

Am 19. November fand unser pädagogischer Tag statt, der immer mit einer Gesamtkonferenz beginnt. Auf zwei Punkte möchte ich näher eingehen:
Zu ihrer Mitwirkungspflicht im Rahmen des Infektionsschutzes werden Lehrkräfte alle zwei Jahre informiert. Der häufigste Fall einer meldepflichtigen Infektion in Schulen ist der Läusebefall, der auch bei uns in jüngeren Klassen vorkommt und sich manchmal hartnäckig hält. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, diejenigen unter Ihnen, die jüngere Kinder haben, daran zu erinnern, dass für die Bekämpfung von Läusen ausschließlich die vom Robert-Koch-Institut zugelassenen Entwesungsmittel zugelassen sind. Die zugelassenen Mittel sind entweder Insektizide, allerdings stehen mittlerweile auch Silikonpräparate zur Verfügung, die keine Pestizide enthalten. (Aus eigener Erfahrung (als Mutter von drei Kindern) möchte ich hinzufügen, dass eine dritte Behandlung im Abstand von weiteren zehn Tagen auch den letzten überlebenden Nissen denn Garaus macht. Diese dritte Behandlung ist nicht vorgeschrieben, hat sich aber als außerordentlich nachhaltig erwiesen.)
Ein weiteres Thema der Gesamtkonferenz waren zukünftige Schulentwicklungsschwerpunkte, welche als nächstes in den Fokus genommen werden sollen. Nachdem die Lehrkräfte in der 1. Gesamtkonferenz aufgefordert waren, aus ihrer Sicht dringliche Themen zu benennen, wurden diese insgesamt neun Themen auf der jetzigen Gesamtkonferenz vom jeweiligen Initiator kurz vorgestellt. Anschließend entschieden die Lehrkräfte mittels Vergabe von Punkten, welche Themen zuerst bearbeitet werden sollten.
Dabei wurde mit deutlichem Abstand das Thema „Extremismusprävention“ als vordringlich bewertet. An zweite Stelle wurde ein Arbeitsvorhaben gewählt, in dem mit Schüler*innen der 7. und 8. Klassen über Lerntypen, Lernstrategien sowie Methoden zur Fokussierung und Konzentration gesprochen und gearbeitet werden soll. An dritter Stelle schließlich wurde das Thema „Barrierefreie Schule“ favorisiert.
Zu jedem dieser drei Themen werden sich nun Arbeitsgruppen bilden, die zunächst ihre exakte inhaltliche Fragestellung definieren, um anschließend abzustecken, welche verschiedenen Facetten des Themas bearbeitet werden müssen, um konkrete Umsetzungsvorschläge erarbeiten zu können. Der Fortschritt der verschiedenen Schulentwicklungsthemen wird dann regelmäßig u.a. im Schulbeirat mit den Vertreter*innen der Schülerschaft und der Elternschaft besprochen, um weitere Perspektiven, Fragen und Vorschläge in die Prozesse aufzunehmen. Viele der von den Lehrkräften benannten Themen beinhalten auch Aspekte der digitalen Transformation: So ist das Thema „Extremismusprävention“ nicht zu denken ohne eine umfangreiche Medienerziehung. Auch das veränderte Lernverhalten, die nachlassende Konzentrationsfähigkeit und abgewandelte Perzeptionswege bei Jugendlichen haben einen direkten Zusammenhang zum veränderten Medienangebot und finden sich hier in dem Arbeitsvorhaben zum „Lernen (wieder) lernen“. Zu solchen Fragestellungen arbeitet die Digital-AG fortlaufend parallel zu den neuen Arbeitsgruppen und wird sich, wie andere institutionalisierten Gremien (etwa die Präventionsgruppe) jeweils mit diesen vernetzen und austauschen.

Wie in jedem Jahr hat unter der Regie und auf Initiative von Frau Althaus die Weihnachtspäckchenaktion des Vereins „Hoffnungsträger Ost e.V.“ bei uns an der Schule stattgefunden. Insgesamt 333 Päckchen wurden von Ihnen und Ihren Kindern gepackt und am 21.11.2025 in den LKW verladen. Von dort geht es auf die Reise in die Ukraine und die Republik Moldau, um dort Kindern und Familien Freude zu bereiten und die Hoffnung zu stärken. Neben den rein sächlichen Zuwendungen schicken wir damit auch Trost und Beistand in Regionen, in denen die Menschen auch in diesem Jahr viel Leid ertragen mussten. Ich danke Ihnen allen für Ihr Engagement in dieser Sache.

Vor zwei Wochen überraschte mich die Nachricht, dass die Liebfrauenkirche aus baulichen Gründen bis auf weiteres gesperrt werden musste. Die Verantwortlichen der Gemeinde haben mich frühzeitig informiert und die Unterstützung durch die Nachbargemeinden ist außerordentlich freundlich. Dennoch bedeutet das natürlich für unsere Schulgemeinde einige Einschnitte. So muss das große Weihnachtskonzert am Donnerstag, den 18. Dezember in der großen Sporthalle stattfinden (19.30 Uhr). Sie erinnern sich vielleicht, dass wir Das schon einmal hatten, in dem Winter, als die Kirche kalt blieb. Auch wenn die Atmosphäre nicht ganz so weihnachtlich wie in der Kirche sein mag, bin ich überzeugt, dass wir in der großen Halle ein wunderbares und stimmungsvolles Weihnachtskonzert haben werden.
Bezüglich der zahlreichen Schulgottesdienste hat St. Ludwig bereits die Pforten geöffnet, so dass wir in Zukunft bei den großen Jahresgottesdiensten, in denen die gesamte Schulgemeinde Gottesdienst feiert, von Liebfrauen auf Sankt Ludwig ausweichen und dort die ältesten Schüler*innen hinschicken werden.

Eine andere Baustelle beschäftigt uns ebenfalls: auf dem Nachbargrundstück zum A-Bau werden seit ca. zehn Tagen die Gebäude abgebrochen und das Grundstück zur Wiederbebauung geräumt. Die Einrichtung der Baustelle erfolgte etwas unvermittelt und brachte ein ausgedehntes Parkverbot in der Seekatzstraße mit sich. Weit problematischer ist die Art und Weise, wie LKW die Baustelle befahren und wieder verlassen. Mit Blick auf die Sicherheit der Schüler*innen der 5. und 6. Klassen habe ich bereits Kontakt zu der zuständigen Straßenverkehrsbehörde aufgenommen, die die Einrichtung der Baustelle genehmigt hat. Auch mit den neuen Nachbarn stehe ich in gutem Austausch.
Auch Sie können uns in dieser Sache unterstützen: Bitte bringen Sie Ihre Kinder nicht mit dem privaten PKW bis vor die Schultür. Sie finden auf unserer Homepage einen Schulwegeplan, in der günstige Stellen zum Anhalten, um Kinder aus dem Auto zu entlassen, eingezeichnet sind. 

In diesem Jahr wollen wir in den Weihnachtsgottesdiensten die Schüler*innen um einen kleinen Beitrag zu einer Kollekte bitten. Auf Anregung der Religionsfachschaft und Herrn Holluba sollen die Zuwendungen zu einem Teil für die diesjährige Sternsinger-Aktion, zu einem anderen Teil für „Adveniat“ gedacht sein.
Die Sternsinger“ sind das Kinderhilfswerk der katholischen Kirche, die in jedem Jahr gemeinsam mit dem BDKJ die Sternsinger-Aktionen durchführen. Die Hilfe ist für Kinder in Bangladesch vorgesehen, um diesen den Schulbesuch zu ermöglichen, statt dass sie arbeiten gehen müssen. Bildung zu ermöglichen ist die nachhaltigste Entwicklungshilfe, da Bildung Menschen befähigt, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten.
Auf „Adveniat“ bin ich im Zusammenhang mit der COP30, der Weltklimakonferenz in Belém in Brasilien aufmerksam geworden. Adveniat setzt sich für die indigenen Völker des Amazonasgebiets und für den Schutz der dortigen Regenwälder ein. Ein Vortrag u.a. des Bischofs von Livramento de Nossa Senhora, Dom Vicente Ferreira, am 27.11.2025 machte die Notwendigkeiten für die dortigen Menschen deutlich. Eingeladen hatte die Junge Akademie des Bistum Mainz.
Ich würde mich freuen, wenn Sie Ihr Kind ermutigen, eine Kleinigkeit vom Taschengeld in die Kollekte zu geben, um anderen Kindern auf der Welt zu helfen.

Herzliche Grüße

Doris Krumpholz
Schulleiterin

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