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Dieses Schuljahr durften wir, die Schüler und Schülerinnen des Englisch Vorbereitungskurses der Einführungsphase von Frau Bopp, ein ganz neues Projekt umsetzen.

Gemeinsam mit Schülern und Schülerinnen des Leo Baeck Education Center im israelischen Haifa sollten wir Videos kreieren. Inhalt: Ein englisches Gedicht, verfasst von einem/einer jüdischen Holocaust-Überlebenden, in welchem er oder sie seine/ihre Erlebnisse verarbeitet hat. Ein sehr bewegendes und ernstes Thema, weshalb wir uns im Unterricht auch sehr gut auf die Zusammenarbeit vorbereitet haben.

Video von Malte Rath und Connor Dierksmeier zusammen mit ihren israelischen Teammitgliedern Ella und Michal

Nachdem Frau Bopp uns schon im ersten Halbjahr von dem bevorstehenden Projekt erzählt hatte, sahen wir uns Ende Januar, gemeinsam mit dem restlichen Jahrgang, den Film „One Life“ auf Englisch im Kino an. Darin geht um den Briten Nicolas Winton, welcher während dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 669 Kinder, vor allem jüdische, aus der Tschechoslowakei per Zug nach Großbritannien in Gastfamilien schickte und ihnen so das Leben rettete. Wir redeten also im Unterricht viel über das Thema Holocaust, aber auch, wie wir damit umgehen sollten, dass unsere israelischen Partner gerade durch eine sehr schwierige Zeit gehen.

Mitte Februar war es dann soweit: Aufgeteilt in Kleingruppen von zwei oder drei Personen konnten wir eines der zur Verfügung stehenden Gedichte auswählen, zu welchem wir anschließend mit den israelischen Schüler*innen künstlerisch ein Video gestalten sollten. 

Ende Februar hielten wir unsere erste, lang ersehnte Video-Konferenz mit der israelischen Klasse auf Big Blue Button ab. Obwohl ein paar Punkte vorbereitet waren, über die wir reden wollten, lief die Konferenz ganz anders, als geplant. Aufgrund technischer Probleme, konnten wir nicht wirklich verstehen, was die andere Klasse sagte. Deshalb wurden wir über BigBlueButton in Break-Out Rooms verteilt und konnten so wenigstens schon mal erste Kontakte knüpfen und die anderen Schüler*innen ein bisschen kennenlernen. 

Über TaskCards konnten wir uns dann zu den jeweiligen Gedichten eintragen und sahen, mit wem wir zusammenarbeiten würden. In meiner Gruppe waren wir drei deutsche Schülerinnen und drei israelische Schüler. In den folgenden Tagen kontaktierten wir die Schüler über ihre hinterlegten E-Mail Adressen und tauschten Nummern aus, um besser in Verbindung zu bleiben. Mein Team organisierte innerhalb einer Woche eine weitere Video-Konferenz, in der wir aufteilten, wer welchen Teil des Textes einsprechen würde, wer Bilder raussuchen und wer das gesamte Video schließlich zusammenschneiden würde. Wir konnten uns gut mit den anderen auf Englisch verständigen und einigen. 

Am letzten Freitag vor den Osterferien besuchte dann der Lehrer der israelischen Schüler*innen, Herr Yonathan Baron, unsere Schule. Wir stellten ihm einige unserer Videos vor und er zeigte uns verschiedene Übungen zum flüssigeren Englischsprechen. Außerdem erzählte er uns vieles über sein Leben und seine Erfahrungen seit dem Ausbruch des Krieges in Israel am 7. Oktober 2023. Es war ein sehr interessanter Vormittag für alle und eine tolle Begegnung, die das ganze Projekt schön abrundete.

Obwohl es einige Probleme und Hindernisse im Laufe des Projektes gab, hat uns die Möglichkeit gefallen, mit den israelischen Schüler*innen zusammenzuarbeiten. Wir hatten Spaß und konnten viel lernen, nicht nur über den Holocaust an sich, sondern auch über die Organisation und Kommunikation in einer solchen Unternehmung. Deshalb hoffen wir, dass das Projekt mit dem Leo Baeck Education Center in Zukunft weitergeführt wird, damit auch nachfolgende Kurse die Gelegenheit haben, an einem internationalen Projekt teilzunehmen. 

für den Englisch-VBK BO Paula Spiekermann