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In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti. Der Gottesdienst beginnt. Was genau mich dazu veranlasst hat, dieses Event zu planen, weiß ich gar nicht mehr.

Aus meinem Interesse an der lateinischen Sprache heraus, die eben Sachverhalte deutlich präziser ausdrücken kann als die meisten anderen Sprachen, hatte ich angefangen, mich über den lateinischen Ritus zu informieren.
Latein als Sprache in der Kirche hat meiner Meinung nach etwas Besonderes an sich, etwas Erhabenes. Es erzeugt ein ganz besonderes Gefühl und dieses Gefühl wollte ich auch andere erleben lassen, zumal lateinische Gottesdienste heutzutage ja eine Seltenheit sind.

So überlegte ich mir einen Ablauf. Viele Elemente übernahm ich aus der Ordo Missae von 1962, nahm jedoch Änderungen vor, i.e. Kürzungen oder Textänderungen, um den Gottesdienst ökumenisch zu gestalten, denn mein Ziel war es, dass alle Lateinkurse dieser Schule teilnehmen können.

Mit Unterstützung von Herrn Sanfilippo suchte ich passende Textstellen und Gebete heraus. Insgesamt lässt sich sagen, dass all diese Organisation eine Menge Arbeit war. Das Aufwendigste dabei war die Predigt, die ich erst auf Deutsch schrieb und dann auf Latein übersetzte (~1000 Wörter). An dieser Stelle gilt mein Dank Herrn Marquardt, der den Text noch einmal überschaute.

Nach Planung, Rollenverteilung, Textanteil, sowie Terminfindung war es dann endlich so weit: Der Gottesdienst fand am 23.5.2025 in der Liebfrauenkirche statt.

Pfarrer Kluck, Herr Holluba und Theodor im Altarraum

Herr Kluck, Herr Holluba und ich trugen ihn dann gemeinsam vor allen lateinischen Klassen und Kursen der Jahrgangsstufe 7-12, sowie ehemaligen Lateinschülern, Lehrern und Gästen vor. Frau Gudelke spielte die Orgel.
Nach manch anfänglicher Skepsis änderte sich die Stimmung jedoch schnell. Am Ende erhielten wir viel positive Resonanz; offenbar hat der Gottesdienst Eindruck hinterlassen – so, wie ich gehofft hatte.
Von einigen habe ich gehört, dass sie so ein Event gerne häufiger hätten.

Und wer weiß – vielleicht habe ich hiermit ja eine ganz besondere, neue Tradition gestartet.

Theodor Scheffler