Was ist der Tag der Mathematik? Das haben sich die diesjährigen Leistungskursschüler*innen der 12. Klasse auch gefragt.
Ein Tag mit einer langen Tradition
Im März 1992 lud zum ersten Mal das Kuratorium Tag der Mathematik, eine Vorläuferorganisation des Zentrums für Mathematik, Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 aus dem südhessischen und nordbaden-württembergischen Raum ein, um in zwangloser Atmosphäre an einem schulfreien Samstag gemeinsam Mathematik zu treiben und ihre schulischen Erfahrungen auszutauschen.
Auf Anhieb stieß das Mathematikfest auf eine erfreuliche Resonanz. Die Teilnehmerzahlen wachsen Jahr für Jahr. Inzwischen treffen sich jährlich 1600 Schülerinnen und Schüler an den Standorten des Zentrums für Mathematik. Sie alle rücken an einem Samstag die Freude an Mathematik einen Tag lang in den Mittelpunkt ihrer Freizeitbeschäftigung.
Nach einer kurzen Vorstellung des Programms (Gruppen- und Einzelwettbewerbe, Hürdenwettbewerb) und der Ansage, dass es an einem Samstag von 9.00 bis 15.00 Uhr stattfindet, hielt sich die Begeisterung in Grenzen und die ersten privaten Verpflichtungen wurden schon mit Eifer gesammelt. Nach einer halbwegs leicht erzwungenen, verpflichtenden Teilnahme ausgehend von den Lehrkräften fanden sich aus jedem Kurs doch 13 „Freiwillige“ und wir konnten 6 Gruppen für den Wettbewerb melden, was am Wettbewerbstag für Erstaunen bei den anderen teilnehmenden Schulen sorgte.
Ganz besonders danken möchten wir an dieser Stelle dem Alumni-Verein, der den Teilnehmerbeitrag in Höhe von 8€ pro Person übernommen hat. Ansonsten wäre die Anwesenheit geringer ausgefallen.
Am 18.03.2025 fanden sich alle Teilnehmer an der Uni in Darmstadt ein und wurden von einem Vertreter der Firma Merck herzlich begrüßt. Insgesamt war der Vorlesungssaal mit 147 Schülerinnen und Schülern gut gefüllt. Zügig ging es danach in die Gruppenwettbewerbe, in denen in 45 Minuten vier Aufgaben gelöst werden mussten wie auch im anschließenden Einzelwettbewerb. Die Mittagspause mit Getränken und super belegten Brötchen und Wraps war der erste Lohn für die anstrengende Rechenzeit. Die Meinung aller Beteiligten war, dass die Aufgaben für die kurze Bearbeitungszeit einfach zu schwer und die Klausuren an der Schule eigentlich ein Kinderspiel seien.
Nach dem Essen ging es zum Hürdenwettbewerb. In 30 Minuten mussten zehn Aufgaben in der Gruppe gelöst werden. Man bekam aber erst die nächste Aufgabe, wenn man vorher die Lösung abgegeben hatte. Bei Gleichstand entscheidet auch noch die Zeit.
Danach war es endlich soweit. Wer hatte gewonnen und wie hatten wir uns geschlagen? Aber zuvor hörten wir noch einen Vortrag von Professor Dr. Reif zum Thema „Subdivisionsalgorithmen – Ein Oscar für die Mathematik“ und alle Aufgaben wurden uns mit Lösungen gezeigt, damit das Korrekturteam genügend Zeit hatte.
Bei der Siegerehrung wurden die ersten zehn Plätze verlesen und mit Urkunden gewürdigt. Hier die tollen Ergebnisse der ESS:
- Gruppenwettbewerb: zwei 8. Plätze und ein 10. Platz (insgesamt 37 Gruppen)
- Einzelwettbewerb: zwei 8. Plätze (Janneke Euler, Annika Stengel)
- zwei 5. Plätze (Joshua Mikowski-Borsworth, Viktoria Makowczynska)
Und ein sensationeller 1. Platz von Fabian Schüller (insgesamt 147 Schüler*innen)
Der Samstag hatte sich gelohnt und in der letzten Schulwoche geht es für den Kurs zum verdienten Döneressen.
Die Fachschaft Mathematik









