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Bonjour à tous!

Wir, der Französisch-VBK von Frau Rodrigues, haben dieses Frühjahr am bilingualen Wettbewerb „Prix de la Jeunesse" der JugendpreisStiftung teilgenommen. Dabei haben wir den zweiten Platz in Hessen belegt und ein Preisgeld von 400€ gewonnen. Die JugendpreisStiftung gibt es seit 1992 und der Wettbewerb dient dem Zweck, den interkulturellen Austausch zwischen Jugendlichen aus Emilia-Romagna (Italien), Nouvelle-Aquitaine (Frankreich), Wielkopolska (Polen) und Hessen anzuregen. Ziel ist es, regionale und persönliche Perspektiven auf zwei Sprachen darzustellen. Dieses Jahr war das Thema „Le sport - quelle signification?" („Welche Bedeutung hat der Sport?").

Das Bild zeigt den Flyer mit dem Thema des diesjährigen bilingualen Wettbewerbs der JugendpreisStiftung: „Sport" und den Titel des Beitrags der Gruppe der ESS „Sport zwischen Wettbewerb und Inklusion“ (auf Französisch)

Warum haben wir uns für das Thema Behindertensport und Paralympics entschieden?

Bei dem Thema Sport war uns besonders wichtig, eine Gruppe von Menschen in den Fokus zu stellen, die mehr Anerkennung und Aufmerksamkeit verdient.

Durch einen persönlichen Kontakt unseres Kurses zu den Black Knights, einer Mannschaft des Elektrorollstuhlhockey-Vereins in Dreieich, befassten wir uns mit dieser noch weitgehend unbekannten Sportart. Wir befassten wir uns auch mit dem Thema Paralympische Spiele. 

Die Paralympischen Spiele zeigen, dass der Sport Menschen aus aller Welt und mit verschiedensten Fähigkeiten verbindet. Die Beschäftigung mit dem Behindertensport lenkt nicht nur die Aufmerksamkeit auf die Benachteiligung im Spitzensport, sondern ebenfalls im alltäglichen Leben. Die Förderung der Sportler*innen wird noch heute vernachlässigt und zu wenig thematisiert. Es war uns wichtig, uns mit dem Thema auseinanderzusetzen, da es nicht nur ein Zeichen von Respekt, sondern auch ein wichtiger Schritt zu einer vielfältigen Gesellschaft ist. 

Elektrorollstuhlhockey in Dreieich: Die Black Knights

Es hat uns sehr gefreut, das auf nationaler Ebene und international erfolgreiche Elektrorollstuhlhockey-Team aus Dreieich zu besuchen. Der 1994 gegründete Verein hat zwei Mannschaften. Bei unserem Besuch wurden wir herzlich empfangen. Die Black Knights sind sehr offen und haben einen bewundernswerten Teamgeist. Neben dem Ehrgeiz stehen vor allem die Gemeinschaft und der Spaß an der Sportart im Vordergrund. Es war sehr interessant, einen Einblick ins Elektrorollstuhlhockey –auch Powerchairhockey genannt- zu bekommen.

Die Black Knights im Spiel

Unserer Meinung nach ist Elektrorollstuhlhockey eine tolle und beeindruckende Sportart, aber leider auch eine sehr teure. Vor allem die Rollstühle, die in der Regel auf die Spieler angepasst gebaut werden, kosten eine Menge Geld, was dazu führt, dass sich der Verein nur durch Spenden überhaupt finanzieren kann. Wir sind den Black Knights sehr dankbar dafür, dass sie uns so bei unserem Wettbewerbsbeitrag, der ohne sie niemals so hätte zustande kommen können, unterstützt haben. Deswegen war es für uns auch ziemlich schnell klar, dass auf jeden Fall ein Teil unseres Preisgeldes als Spende in ihren Verein fließen wird. Die Black Knights freuen sich auch über jede Spende. 

Unser Wettbewerbsbeitrag: “Sport entre compétition et inclusion”

Für unseren Beitrag – ein 12-minütiges Video auf Französisch und auf Deutsch mit dem Titel „Sport zwischen Wettbewerb und Inklusion“ - haben wir uns in vier Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe ist nach Messel gefahren, um sich ein Spiel der Black Knights anzuschauen und Interviews mit allen Beteiligten zu führen. Die zweite Gruppe hat eine fiktive Straßenumfrage vorbereitet, in der „Passanten“ nach ihrer Meinung zum Thema Inklusion und Fairness bei den Paralympics 2024 in Paris befragt worden sind. Eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit den Effekten, die Sport auf den Menschen hat und hat dafür einen Schwimmer vorgestellt, Andreas Onea, der an den paralympischen Spielen teilgenommen hat. Die vierte Gruppe hat zu der Geschichte der paralympischen Spiele recherchiert. Das Video wurde in Form einer Nachrichtensendung an ein junges Publikum gerichtet mit dem Titel „Ado Info“ gestaltet. Die Sendung wurde von zwei Schülerinnen moderiert. Jede Gruppe nahm eigenes Filmmaterial auf, und eine Schülerin fügte zum Schluss noch alles zusammen.

Begegnungstage in Wiesbaden und Preisverleihung

Die Gewinnerinnen und Gewinner aus den teilnehmenden Regionen lassen sich vor dem Wiesbadener Rathaus fotografieren.Das große Highlight des Wettbewerbs waren für uns aber definitiv die Begegnungstage mit den anderen Preisträger:innen und die anschließende Preisverleihung.

Mit großer Vorfreude machten wir uns am Freitag nach der 6. Stunde auf den Weg in die Jugendherberge in Wiesbaden. Dort angekommen konnten wir bei einer Runde Volleyball direkt die aus Polen, Frankreich und Italien angereisten Preisträger:innen kennenlernen. 

Nach einem gemeinsamen Kennenlernspiel und leckeren Abendessen haben wir uns gegenseitig unsere Regionen vorgestellt. Durch spontanes gemeinsames Singen italienischer Lieder haben wir den Abend perfekt ausklingen lassen. 

Über Samstag und Sonntag hinweg haben wir intensiv an unseren Präsentationen für die am Montag anstehende Preisverleihung in der Wiesbadener Staatskanzlei geübt. 

Samstagnachmittags waren wir in der Innenstadt und haben in gemischten Kleingruppen eine Stadtrallye absolviert. Anschließend hatten wir Zeit, durch die schöne Stadt zu bummeln.

Am Sonntag machten wir uns früh auf den Weg nach Rüdesheim. Dort angekommen fuhren wir mit der Gondel hoch zum Niederwalddenkmal, wo wir Fotos machten und anschließend zum Tierpark wanderten. Nach einem ausgiebigen Picknick fuhren wir mit dem Sessellift runter nach Assmannshausen, wo wir kurz Freizeit hatten und machten anschließend eine sonnige Bootsfahrt zurück nach Rüdesheim.

Die vier Delegierten für das Gewinnerteam der ESS  / VBK Französisch strahlen vor der hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden.Montags mussten wir schon unsere Sachen zusammenpacken und fuhren gemeinsam in die Staatskanzlei. Dort angekommen gab es eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken und Vertreter der unterschiedlichen Regionen hielten kleine Reden für uns. Daraufhin stellte jedes der Gewinnerteams sein Projekt vor und wir bekamen Urkunden. Das war eine sehr besondere und schöne Erfahrung. Danach haben wir uns leider schon von allen verabschiedet und machten uns mit dem Zug auf den Rückweg nach Darmstadt. Im Großen und Ganzen war es ein sehr schönes Wochenende, trotz kleiner Organisationsschwierigkeiten, und es war wirklich toll, Jugendliche aus anderen Ländern kennenzulernen.

Wir ermutigen euch also von ganzem Herzen, auch an diesem Wettbewerb teilzunehmen.

Wir sagen Danke an alle, die diese Erfahrung möglich gemacht haben! Merci!

Wer mehr wissen möchte:
https://www.jugendpreisstiftung.de
https://www.black-knights-dreieich.de/