2022

UNESCO-Welterbe trifft UNESCO-Projektschulen

Edith-Stein-Schule Darmstadt und Goetheschule Dieburg starten Kooperation mit der Welterbestätte Mathildenhöhe

Im Jahr 2021 übermittelten Sina Lannert und Martin Klein, die UNESCO-Schulkoordinatoren beider Schulen im Kreis Darmstadt-Dieburg, dem Team der Mathildenhöhe ihre Glückwünsche zum Welterbe-Titel und formulierten einen Wunsch: Eine Kooperation zwischen den Projektschulen und der Welterbestätte Mathildenhöhe!

Zu Beginn des Jahres 2022 starteten die ersten Vorbereitungstreffen mit Direktor Dr. Philipp Gutbrod und Kuratorin Dr. Sandra Bornemann-Quecke zur Planung eines Projekttages, der schließlich am vergangenen Dienstag realisiert werden konnte.

Bei heißen Temperaturen versammelten sich je 15 SchülerInnen beider Schulen auf der Mathildenhöhe und besuchten zwei Workshops in den Fachbereichen Religion, Geschichte und Kunst. Die Workshopangebote stammten von Lehrkräften und von Volontärinnen der Mathildenhöhe. Die Basis bildete ein Rundgang mit Religions- oder Geschichtsschwerpunkt, der anschließend in Kunstprojekten vertieft wurde. Pfarrer Dr. Thomas Kluck leitete den Religionsworkshop und thematisierte besonders die russisch-orthodoxe Kirche und die religiösen Elemente auf der Mathildenhöhe. Während beide Kunstworkshops den Jugendstil in den Fokus rückten, konnten die SchülerInnen aus den Jahrgangsstufen 7-9 unterschiedliche Kunstwerke kreieren. Im Kunstworkshop I (geleitet von den Lehrerinnen Joanna Rajca und Christiane Anders) fertigten die Lernenden Postkarten als Linolschnitt her. Inspirationen für die Motive fanden Sie auf dem gesamten Gelände der Mathildenhöhe. Sie schossen Fotos von ihren Lieblingsmotiven, welche anschließend die Grundlage für den Druck bilden sollten. So entstanden sehr dekorative Endergebnisse, die auch künftig in weiteren Projekten Verwendung finden sollen. Im Kunstworkshop II (geleitet von den Lehrerinnen Christine Kümpel und Miriam Schwarz) wurden zunächst die Merkmale des Jugendstils erarbeitet und während eines Spaziergangs durch die Künstlerkolonie an den Häusern näher erkundet. Schließlich stellten die SchülerInnen Zeichnungen mit einem typischen Jugendstilmotiv für eine Fliese her. Hier entstanden z.T. sehr filigrane Kunstwerke, welche die SchülerInnen stolz präsentierten. Die Pausen wurden für ein Boule-Turnier unter dem schattigen Platanenhain genutzt.

Nach einem lehrreichen Tag auf der Mathildenhöhe steht für alle Parteien fest: Diese Kooperation wird künftig jährlich stattfinden und soll in weiteren Projekten intensiviert werden!

Der Projekttag ist eingebettet in das diesjährige Motto des Internationalen UNESCO-Projekttags „Transformation konkret“, der an allen Projektschulen im Zwei-Jahresrhythmus begangen wird.

2016

Das Thema des Projekttages lautete „Toleranz“ und einen Vormittag lang beschäftigten sich alle Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften auf die unterschiedlichste Weise damit (Übersicht). Nach einer allgeminen Einführung in und Sensibilisierung für das Thema wurden in der 2. Stunde in allen Klassen Origami-Schnetterlinge gefaltet, die dann von einer Gruppe in ein Kunstprojekt zusammengefasst wurden, das seitdem den „Brückenflur“ zwischen den Musiksälen und dem naturwissenschaftlichen Bereich ziert. Danach gab es jahrgangsstufen-übergreifende Angebote im Bereich Musik und Tanz, dazu parallel Theater und Diskussionen mit verschiedenen Gästen. In der 7. Stunde endete der Tag mit der Präsentation des Kunstprojektes.

2014

Aus organisatorischen Gründen fand der UNESCO-Projekttag nicht am 26. April, sondern erst am 6. Mai statt. Das hatte einen guten Grund. Zwei Lehrkräfte unserer Partnerschule, der Chaminade Secondary School aus Karonga/Malawi , konnten so an dem Projekttag teilnehmen.Das Thema des diesjährigen Projekttages war „WELTERBE ERDE – mach dich stark für Vielfalt“. Um das dem Thema entsprechend in die Tat umzusetzen begann der Tag mit einem Besuch des Senckenberg-Museums in Frankfurt. An dem Projekt nahmen zwei 9. Klassen der ESS und zwei 9. Klassen der UNESCO-Projektschule in Dieburg teil. In verschiedenen Führungen erfuhren die Schüler einiges über Geschichte und Evolution des Lebens und seiner Vielfalt.Am Nachmittag wurde das Ganze noch vertieft mit einem Besuch der Grube Messel, einem UNESCO-Weltnaturerbe. Ein ganz besonderer Höhepunkt war hierbei, dass wir von Professor Dr. Schrenk persönlich begleitet wurden, der nicht nur der verantwortliche Leiter der Forschungen in der Grube Messel ist, sondern auch noch Forschungen in Malawi durchführt und durch den der Kontakt mit unserer Partnerschule zustande kam.Die Schüler bekamen an diesem Tag einen umfangreichen Eindruck von der Komplexität des Lebens und die Empfindlichkeit und Vergänglichkeit von Ökosystemen. Vor allem für die Folgen von manchmal unbedarftem Handeln wurden sie sensibilisiert.

2012

Unter dem Thema „Über’m Tellerrand geht’s weiter“ beschäftigte sich am 26. April 2012 die ganze Schule mit dem Thema „Ernährung“ in einer globalisierten Welt. Für die einzelnen Jahrganggstufen gab es altersgerechte Veranstaltungen, vom Besuch eines Bauernhofes bis zu anspruchsvollen Podiumsdiskussionen. Interessierte Eltern konnten sich am Abend des 18.4.2012 über die einzelnen Angebote informieren, einige der Aktionen selber ausprobieren und über die Umsetzung des Themas in den Familien ins Gespräch kommen.